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Klares Bekenntnis zum Flughafen

Debatte im Kieler Rat Klares Bekenntnis zum Flughafen

Die Kieler Ratsversammlung hat sich wieder einen heftigen Schlagabtausch über die Zukunft des Flughafens geliefert. Am Ende setzte die Mehrheit der Flughafenbefürworter von SPD, CDU, SSW und FDP durch, dass die Verwaltung ein Vermarktungskonzept erstellt.

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Dauerzankapfel Flughafen: Die Kieler Ratsversammlung stritt sich wieder über die Zukunft der Landebahn in Holtenau.

Quelle: Frank Behling

Kiel.  Nicht nur CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Kruber fühlte sich an den Filmtitel „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert. Bereits im vergangenen Februar hatten sich SPD, CDU, SSW und FDP zum ersten Mal geschlossen für einen dauerhaften Weiterbetrieb des Flughafens in Holtenau ausgesprochen und sich gegen die Forderung von Grünen und Linken gestellt, den Betrieb zu schließen.

Losgetreten hatten die Debatte auch dieses Mal CDU und FDP: Sie forderten, die Beschränkung auf flugaffines Gewerbe aufzuheben und zusammen mit Vertretern der Wirtschaft innerhalb von fünf Monaten ein Konzept vorzulegen, das eine Vermarktungsstrategie für die nächsten zwei Jahre entwirft. Stefan Rudau (Linke) begründete den von den Grünen unterstützten Antrag, ein Bürgervotum einzuleiten, damit, dass die Stadt durch ein Festhalten an der „Investitionsruine Flughafen“  die Chance verspiele, zusammen mit dem MFG-5-Gelände einen  „Vorbild-Stadtteil“ zu entwickeln.

In dieselbe Kerbe schlugen die Redner der Grünen: Oberbürgermeister Ulf Kämpfer lüge sich in die Tasche, wenn er glaube, das Areal, von dem aus seit 2006 keine Linienmaschine mehr gestartet sei, nicht für Wohnungsbau zu brauchen, sagte etwa Lutz Oschmann. SPD-Wirtschaftspolitikerin Özlem Ünsal konterte, man wolle Investoren und Arbeitnehmern Planungssicherheit verschaffen. Auch Kämpfer hielt an der Landebahn als Option fest, zumal er davon ausgeht, die Subventionen schrittweise auf Null drücken zu können. Die große Mehrheit billigte auch die Verwaltungsvorlage, in der Boelckestraße in Holtenau nahe der Landebahn 9,1 Hektar als Gewerbegebiet zu erschließen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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