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Museums-Depot Stöbern in der Schatzkammer

Wohltemperiert schlummern rund 45 000 Schätze im Depot des Stadt- und Schifffahrtsmuseums im Wissenschaftspark. So unterschiedlich die Exponate auch sind, sie haben eines gemein: Sie dokumentieren die Kieler Stadtgeschichte. Am Sonntag öffneten sich die Türen für Besucher – zum dritten Mal in diesem Jahr.

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Dieser Münzautomat für Süßigkeiten gehört zur Sammlung des Museumsdepots im Wissenschaftspark, die Katrin Seiler-Kroll leitet.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Und wieder wollten sich viele Besucher die eher seltene Gelegenheit nicht entgehen lassen. Imposante Möbel, Maschinen aus dem Schiffsbau, Küchenutensilien und nautische Geräte, originale Sportboote und 350 hochwertige Schiffsmodelle, die in Vitrinen lagern. „Rund 400 Objekte kommen jährlich hinzu. Wir bekommen viel angeboten, müssen aber erst genau prüfen, welchen Bezug sie zu Kiel haben und wie sie zeitlich einzuordnen sind“, beschrieb Sammlungsleiterin Katrin Seiler-Kroll einen Teil ihrer Arbeit im 2700 Quadratmeter großen Depot. Einiges bekommt das Museum geschenkt, anderes wird vom museumseigenen Budget erworben, wie zum Beispiel Kunst. „Momentan explodiert der Markt allerdings, die Preise für Gemälde gehen gerade in die Höhe“, sagte sie. Es gibt sogar ein eigenes Gemäldedepot mit einer Bilderzuganlage, die eine platzsparende Archivierung ermöglicht.

 Falka Holtz ist mit ihren Großeltern und ihrer Mutter im Depot. Sie ist begeistert von den industriegeschichtlichen Exponaten, den riesigen Maschinen und einem alten Hochrad. „So etwas bekommt man ja sonst kaum zu sehen“, sagte sie. Ihren Großvater Gerhard Holtz erinnert einiges an alte Zeiten: „Besonders toll ist das originale Schreibwarengeschäft Volbehr. Wir kannten Frau Volbehr noch und haben dort eingekauft“, berichtete er. Bis 1986 führte das Geschäft in Gaarden technischen Zeichen- und Bürobedarf, Schul- und Geschenkartikel sowie Bücher und Kleinlederwaren. Die Einrichtung und das Sortiment wurden im Schaudepot wieder aufgebaut.

 Stephen Gergs hatte seine Kamera dabei. Der passionierte Schiffsspotter hat natürlich Schiffsmodelle im Visier. Ursprünglich stammt er aus Hessen und zog vor ein paar Jahren in den Norden. „Ich habe ein Faible für alles, was mit dem Wasser zu tun hat. Man kann sagen, ich bin ostseesüchtig“, gestand er. Katrin Seiler-Kroll zeigte während der Führung viele der außergewöhnlichen Exponate wie zum Beispiel die Münzautomaten für Süßigkeiten aus den 50er Jahren, die einst in Kieler Geschäften standen. Sie sind ein besonderer Hingucker. Ein Lieblingsstück hat sie unter all den Raritäten jedoch nicht. „Für mich ist jedes Objekt, auf das ich mich einlasse, spannend“, betonte sie.

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Schiffspositionen in
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