27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Traum vom sportlichen Ruhm

Kiels Spitzen Traum vom sportlichen Ruhm

Der Tischkicker im Kaisersaal des Kieler Yacht Clubs blieb zwar weitgehend ungenutzt, trotzdem stand er zumindest symbolisch für das General-Gesprächsthema des Abends mitten im Raum: Sport. So tauschten sich die rund 100 geladenen Gäste der „Netzwerkveranstaltung Kiels Spitzen“ abseits der einleitenden Podiumsdiskussion vor allem über Kiels sportliche Spitzenträume aus.

Voriger Artikel
Die neuen Blitzer sind startklar
Nächster Artikel
Lärm soll Menschen verbinden

Zum Thema „Kiels Impulse für Deutschland“ diskutierten auf dem Podium beim „Spitzen-Talk" (von links): Moderator Arne Jessen, Prof. Lutz Kipp (Präsident der CAU), Holger Kahl (Geschäftsführer der German Naval Yards) sowie Wolfgang Kubicki (FDP-Fraktionsvorsitzender im Landtag).

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Ein möglicher Aufstieg von Holstein Kiel in die Zweite Bundesliga und olympische Regatten auf der Förde standen auf der Agenda.

Schon zur diesjährigen Kieler Woche soll Olympia präsent sein im Festgeschehen. Zum Beispiel im Form eines neuen gemeinsamen Logos, mit dem Kiel und Hamburg ihre Olympia-Bewerbung 2024 künftig optisch zu einer bildkräftigen Marke aufwerten wollen. „Die Verhandlungen darüber mit unserem Olympiapartner beginnen in den nächsten Tagen“, berichtete Kieler-Woche-Chef Christian Riediger. Ebenfalls ein „tolles Signal für uns“ wäre die Annahme einer Kieler-Woche-Einladung von Spitzenfunktionären des Welt-Segelverbandes ISAF.

 Auch auf dem Podium spielte die Olympia-Bewerbung unter dem Diskussionsthema „Kiels Impulse für Deutschland“ eine Rolle. FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki hegte zwar keinen Zweifel daran, dass Kiel Olympia kann: „Aber die größte Hürde dürfte es sein, davon auch das IOC zu überzeugen.“ Uni-Präsident Prof. Lutz Kipp verfolgt die Bewerbung nicht nur aus akademischer, sondern vor allem aus Sicht eines leidenschaftlichen Wassersportlers. Schließlich, so räumte Kipp auf Nachfrage des NDR-Moderators Arne Jessen ein, wollte der Physikprofessor früher sogar mal Profi-Surfer werden und gehe heute nach wie vor gerne mit seinem Brett aufs Wasser.

 KSV-Holstein-Präsident Roland Reime versuchte allzu große Erwartungen Richtung zweiter Liga in den Gesprächen eher klein zu halten. „Vom Prinzip her sind wir gar keine Aufstiegsmannschaft, dazu fehlen uns die überragenden Spieler.“ Aber dem Trainer sei es trotzdem gelungen, ein geschlossenes wie entschlossenes Team zu bilden: „Und das ist ja auch schon was.“ Wolfgang Kubicki wagte als bekennender Holstein-Fan trotz Reimes Beschwichtigungsversuches trotzdem einen visionären Blick nach vorn: „Holstein mit Braunschweig, HSV und St. Pauli in einer Liga: ein absoluter Traum.“ Und ein Rezept, wie der sich erfüllen konnte, hatte der FDP-Grande natürlich auch gleich parat: „Auswärts möglichst unentschieden spielen und zu Hause gewinnen. Dann reicht’s.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Anzeige