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Kiel kommt unter 164 Reisezielen auf Rang 25

Destination Brand Kiel kommt unter 164 Reisezielen auf Rang 25

Kiel gewinnt an Zugkraft für Touristen. Mittlerweile, schätzt Kiel-Marketing, sorgt der Sektor für einen Bruttoumsatz von 965 Millionen Euro an der Förde. Dass die Stadt so „in der ersten Liga im Land“ spielt, spiegeln laut Kiel-Marketing-Chef Uwe Wanger die Ergebnisse der Studie „Destination Brand ’15“ wider.

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Die Kieler Innenstadt ist bei Tagestouristen beliebt. 19 Millionen kommen jedes Jahr in die Landeshauptstadt.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Danach ist Kiel als Reiseziel nicht nur bekannter geworden, die Stadt kommt auch wieder sympathisch herüber.

Die Studie, die Kiel-Marketing zusammen mit 163 anderen Reisezielen in Deutschland in Auftrag gegeben hat, wird alle zwei Jahre erhoben. Dieses Mal wurden 17000 Menschen zwischen 14 und 74 Jahren bundesweit online befragt. Mit der Marke Kiel.Sailing.City sei Kiel „im Städtevergleich gleicher Größenordnungen kontinuierlich unter den Top Ten zu finden“, freut sich Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Vereins Kiel-Marketing ist. Laut Studie kann Kiel mittlerweile mit einem Bekanntheitsgrad von 81 Prozent unter allen Befragten punkten. Der Sympathiewert liegt überdurchschnittlich hoch bei insgesamt 58 Prozent. Von denen, die die Stadt schon mal besucht haben, geben ihr 72 Prozent gute Noten. Etwa die Hälfte würde sie Freunden und Bekannten weiterempfehlen. „Kiel hat einen guten Ruf, hohe Sympathie- und Bekanntheitswerte und noch eine Menge Potenzial“, kommentiert Wanger das aus seiner Sicht gute Gesamtabschneiden der Landeshauptstadt mit Rang 25 von insgesamt 164 Städtezielen, darunter Heidelberg, Potsdam, München und Hamburg. Weitere schleswig-holsteinische Städte hatten an der Studie nicht teilgenommen. Egal, ob Kenner oder nicht, die überdurchschnittlich hohe Weiterempfehlungsbereitschaft garantiert der Landeshauptstadt mit 40 Prozent in dieser Hinsicht Rang 8. Auch wenn mit 23 Prozent etwas weniger Leute als bisher signalisieren, sich länger als vier Tage in Kiel aufzuhalten, deutet Wanger dies als vergleichsweise hohes Interesse.

 Die Kieler Förde lockt mit mehr als 19 Millionen Tagestouristen landesweit die meisten an. „Etwa zehn Prozent aller touristischen Umsätze in Schleswig-Holstein werden in Kiel gemacht“, betont der Marketing-Geschäftsführer die wachsende Bedeutung der Branche. Um die Attraktivität für die Gäste weiter zu steigern, müssten alle Akteure das latent hohe Reiseinteresse nutzen und den Touristen den „roten Teppich“ ausrollen. Dass die Sightseeing-Doppeldeckerbusse, die Kiel-Marketing für eine wichtige Bereicherung des touristischen Angebots hält, keine feste Haltestelle am Ostseekai haben, passe dazu nicht. Mehr Fördefahrten, eine noch stärkere Werbung und attraktivere Strände gehören ebenfalls zu seiner Wunschliste wie die geplanten Hotelbetten. Zudem hofft er darauf, dass Kiel demnächst eine repräsentativere Adresse als die bisherige, für 200000 Gäste im Jahr zu kleine Touristinformation in der Andreas-Gayk-Straße eröffnen kann. Es gebe Überlegungen, in den neuen Hotelkomplex zu ziehen, der am Bootshafen/Ecke Berliner Platz entstehen soll.

 In der nächsten Studie wird Kiel vermutlich noch besser abschneiden. Zu verdanken hat die Stadt, scherzt der Marketing-Chef, dies maritimen Überraschungsgästen: Die Delfine in der Förde haben in diesem Jahr bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

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