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Deutschland übernimmt Kommando über Nato-Verband

Kiel Deutschland übernimmt Kommando über Nato-Verband

Neues Flaggschiff eines ständigen maritimen Einsatzverbandes der Nato ist die „Hamburg“. Der deutsche Flottillenadmiral Klein übernahm in Kiel das Kommando. Bis Jahresende wird er von der „Hamburg“ aus im Mittelmeer den multinationalen Verband führen.

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Neues Flaggschiff eines ständigen maritimen Einsatzverbandes der Nato ist die „Hamburg“. Der deutsche Flottillenadmiral Klein übernahm in Kiel das Kommando. Bis Jahresende wird er von der „Hamburg“ aus im Mittelmeer den multinationalen Verband führen.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Bis zum Ende des Jahres hat Deutschland das Kommando über den ständigen Einsatzverband der Nato im Mittelmeer (Standing Nato Maritime Group 2). In einer feierlichen Zeremonie im Kieler Marinestützpunkt übergab US-Flottillenadmiral Brad Williamson die Führung des Verbands an den deutschen Flottillenadmiral Jörg Klein. Flaggschiff des Verbands wird in den kommenden sechs Monaten die Fregatte „Hamburg“ sein.

„Die größte Herausforderung wird es sein, aus den Schiffen verschiedener Nationen ein schlagkräftiges Team zu bilden“, sagte Klein. Der Verband werde in den kommenden Monaten an sehr fordernden Manövern und Live-Operationen teilnehmen. Noch am Freitag nahm die „Hamburg“ mit ihrer aus 255 Soldaten bestehenden Besatzung Kurs in Richtung Wilhelmshaven. Die 143 Meter lange Fregatte ist auf Luftverteidigung ausgelegt. Sie ist beispielsweise von der Nordsee aus in der Lage, den Luftraum von Großbritannien bis nach Norwegen zu überwachen.

Seit Juli 2014 hatte US-Flottillenadmiral Williamson den Verband von Bord der USS „Vicksburg“ kommandiert. Ihm gehörten in unterschiedlicher Besetzung 25 Schiffe aus 13 Nationen an. Unter anderem leisteten sie 76 Tage auf See Unterstützung zur Anti-Terror-Operation „Active Endeavour“ der Nato, nahmen an mehreren Manövern teil und besuchten mehr als 30 Häfen in 18 Ländern.

Während der vergangenen Monate hatte der ständige Einsatzverband auch zahlreiche Kontakte mit russischen Schiffen und Flugzeugen. „Sie hatten genauso das Recht, dort zu sein, wie wir“, sagte Williamson. „Wir werden aber nicht unsere Übungen mit den Verbündeten abbrechen, weder in der Ostsee, noch im Schwarzen Meer, nur weil sie auch da draußen sind.“ Die Russen hätten beobachtet, was die Nato-Schiffe dort gemacht hätten. „Das muss für sie eine sehr langweilige Mission sein, nahe von uns zu fahren und nichts zu tun, während wir unsere Training absolvieren.“

Deutschland wird bis Ende des Jahres das Kommando über den Verband führen. Welche Nation danach folgt ist noch unklar.

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