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Die Gute-Laune-Welt von der Förde

Kiel-Wimmelbuch Die Gute-Laune-Welt von der Förde

Dieses Buch macht gute Laune. Denn hier wimmelt es nur so vor glücklichen Menschen. Auf der Krusenkoppel wird zur Kieler Woche fröhlich gebaut und gewerkelt. In Falckenstein herrscht munteres Treiben an einem Sommertag. Sogar der neu entwickelte Schlaf-Strandkorb ist dabei.

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Wolfgang Slawski brachte das erste Kiel-Wimmelbuch heraus.

Quelle: Thomas Christiansen

Kiel. Wolfgang Slawski hat gerade das erste Kiel-Wimmelbuch herausgebracht. Der 51-jährige Illustrator und Autor, der in Laboe lebt, hat auf dicken Bilderbuchseiten eine Gute-Laune-Welt erschaffen. Überall findet man neue Details, lustige Szenen oder kleine Geschichten. Doch was so leicht und spielerisch erscheint, war harte Arbeit. „Manchmal finde ich es selbst erstaunlich, wie aus einer Idee und einer allerersten Skizze schließlich ein fertiges Bild entsteht“, sagt der Künstler vergnügt. Die fröhlichen Bilder müssen auf seine Seele abgefärbt haben, denn schlechte Laune kann man sich bei dem Mann nicht vorstellen.

Fotos und Reiseführer für die Genauigkeit

Damit seine kleine Kiel-Welt möglichst auch wie Kiel aussieht, hat sich Wolfgang Slawski gut vorbereitet. „Am Anfang habe ich schon einige Ideen, welche Orte in Kiel für die Bilder infrage kommen“, erzählt er. Es entstehen grobe Skizzen und Vorstellungen, und dann geht es raus in Stadt und Natur. „Ich mache viele Fotos vor Ort auch von Details wie Schildern oder Straßenlaternen. Die beachtet man sonst vielleicht nicht. Sie sind aber oft wichtig für den Charakter eines Ortes.“ Dann wird noch in Reiseführern und im Internet recherchiert – und los geht die eigentliche Arbeit. Es gibt erste Zeichnungen, farbige Illustrationen, und dann wird alles am Computer vereint und perfektioniert. „Bei der Gestaltung der Bilder entferne ich mich dann aber weit von der realistischen Darstellung. Da geht es eher darum, die Stimmung des jeweiligen Ortes wiederzugeben.“

Kunst ein Leben lang

Aufgewachsen ist Wolfgang Slawski in Neumünster. Er liebte schon als Kind das Zeichnen. „Ich hatte gute Kunstlehrer, hab’ Kunst auch als Abiturfach gewählt und später in Hamburg studiert“, erzählt er. Mehr als 100 Publikationen hat er inzwischen veröffentlicht. Vom Kinderbuch über Postkarten bis hin zu Plakaten. Immer farbenfroh und lebendig. Mit seiner Frau Astrid Krömer teilt er seine Passion. Denn auch sie ist Kinderbuch-Illustratorin. „Zusammen zeigen wir Kindern in Workshops, wie sie Bilder malen und dann am Computer bearbeiten können“, erzählt Slawski.

Während er selbst mit den Wimmelbüchern des „Meisters und Erfinders dieser Buchart“ von Ali Mitgutsch aufgewachsen ist, lernten seine beiden Kinder (heute 17 und 19 Jahre alt) zusätzlich die Welt mit den Zeichnungen ihrer Eltern kennen. Verewigt hat er seinen Nachwuchs übrigens nicht in seinem aktuellen Buch. Auch nicht andere Familienmitglieder, sagt er schmunzelnd. Aber wer genau schaut, sieht vielleicht ein bisschen Ähnlichkeit in einem der Kajak-Paddler auf dem Bild von der Schwentine-Mündung. Der lächelt doch genau so wie Wolfgang Slawski. Oder etwa nicht?

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Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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