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Uni Kiel optimistisch: Wir schaffen das

6500 Neu-Studenten Uni Kiel optimistisch: Wir schaffen das

Etwa 19000 junge Menschen erlangen wegen der doppelten Abiturjahrgänge in diesem Jahr landesweit die Hochschulreife. Die Folge: volle Hörsäle und ein Ansturm auf die Hochschulen. Allein die Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) als größte Hochschule rechnet mit etwa 6500 Studienanfängern.

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Wegen des doppelten Abitur-Jahrgangs rechnet die Kieler Universität in diesem Jahr mit rund 6500 neuen Studierenden.

Quelle: Frank Peter (Archiv, Symbolfoto)

Kiel. Im kommenden Wintersemester sind das etwa 1500 mehr als in den vergangenen Jahren. Hochschulen wie Wissenschaftsministerium sehen sich aber gut gerüstet. Die CAU bietet bis zu 1200 neue Studienplätze an, stellt 180 neue Lehrkäfte in den kommenden Jahren ein und weitet den Lehrbetrieb aus. So sollen Vorlesungen und Seminare um acht Uhr beginnen, die letzten gegen 20 Uhr enden. Neben Modernisierungen der Hörsäle und dem Ausbau von Streaming-Anlagen, um überfüllte Vorlesungen nach außen zu übertragen, prüft die Universität nach Angaben von Dr. Ulrich Pfründer, Geschäftsführer des Gebäudemanagements, externe Räume anzumieten. Wenn alle Stricke reißen, könnten sogar Container aufgestellt werden, um studentische Arbeitsplätze einzurichten.

In drei Jahren bis zu 28000 Studenten

„Wir sind bereit“, berichtete Prof. Ilka Parchmann, Vizepräsidentin der Uni, von der Zuversicht, auch künftigen Studierenden ein großes Fächerspektrum anbieten zu können. Derzeit studieren etwa 25300 Männer und Frauen an der Kieler Universität, ab Herbst könnten es bereits 1000 mehr sein. Tendenz steigend: Nach eigenen Schätzungen erwartet die CAU in den kommenden drei Jahren bis zu 28000 Nachwuchs-Akademiker. Ein Mammut-Projekt, hieß es von Seiten der Universität, aber eines, das sie glaubt, gut stemmen zu können, nachdem das Land die Hochschulen 2016 mit zusätzlichen zehn Millionen Euro ausgestattet hat. Von 2017 bis 2019 sollen zusätzlich im Jahr weitere fünf Millionen Euro folgen. Wissenschaftsstaatsekretär Rolf Fischer (SPD) ist daher überzeugt, dass die Hochschulen im Norden auf die Mehrbelastung gut vorbereitet sind: „Landesregierung und Hochschulen haben in der Hochschulkommission unter anderem mit der massiven Erhöhung der Grundfinanzierung die Weichen gestellt.“

Neu einrichten will die Universität Sozio-Ökonomik und Wirtschaftsingenieurwesen Materialwissenschaft (beides Bachelor) zu den bisherigen 185 Studiengängen. Von den 86 grundständigen Studiengängen sind 50 zulassungsfrei. Für die beliebten Fächer Philosophie, Sportwissenschaft, Europäische Ethnologie/Volkskunde und Geowissenschaften gibt es jedoch neue Beschränkungen.

Anders sieht es an der Kieler Fachhochschule mit ihren 7300 Studierenden aus. Auch sie platzt aus allen Nähten und erwartet ebenfalls einen Zuwachs im kommenden Wintersemester, wenn auch keinen dramatischen, da fast alle Fächer mit einem NC belegt sind. Die zweitgrößte Fachhochschule habe bereits in der Vergangenheit auf den Studentenzuwachs reagiert und sieben neue Studiengänge eingerichtet, erklärte FH-Kanzler Klaus Heinze.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kommentar

Da erwarten die Hochschulen durch die doppelten Abiturjahrgänge eine deutliche Mehrbelastung, doch von allen Seiten heißt es: Wir sind organisatorisch, räumlich und personell gut vorbereitet, die vielen Neuen aufzunehmen.

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