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Liebesglück und Sprichwortzauber

Dorothee Röhrig in Kiel Liebesglück und Sprichwortzauber

Sie ist erfolgreiche Journalistin, Buchautorin - und Ehefrau von Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt: Im gut gefüllten Kieler Kulturforum las Dorothee Röhrig aus ihrem Erstlingswerk „Die 5 magischen Momente des Lebens“.

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Dorothee Röhrig las im Kieler Kulturforum aus ihrem Buch "Die 5 magischen Momente des Lebens".

Quelle: Oliver Stenzel, ost

Kiel. Man sieht der Frau an, dass sie ihr Berufsleben nicht in der zweiten Reihe verbracht hat. Auch wenn Dorothee Röhrig die Chefredaktion der Frauenzeitschrift „Emotion“ 2015 aus den Händen gab, strahlt sie noch immer die Stärke eines Menschen aus, der an großen Rädern dreht. Ihr selbst kommt in diesem Zusammenhang häufig das Wort „Taktung“ in den Sinn. Auch das Leben der Mittsechzigerin geriet vor vier Jahren unerwartet noch aus dem Takt, als sie den Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt kennenlernte. Früher hätte man wohl von Liebe auf den ersten Blick gesprochen. Röhrig aber erlebte die Begegnung als einen „magischen Moment“, der sie ihre zweite Ehe kostete, dafür aber in die dritte mündete.

Die Episode bietet den Stoff für ein Kapitel ihres ersten Buches „Die 5 magischen Momente des Lebens“ (Kailash Verlag), einem autobiografisch gefärbten Sachbuch, in dem die Journalistin fünf persönliche Schlüsselsituationen umkreist, aber auch das Phänomen an sich aus Expertensicht analysieren lässt. Der Kieler Pädagoge Bijan Amini ist hierfür einer ihrer Ansprechpartner gewesen, weshalb sie bereits ihre erste Recherchereise in die Landeshauptstadt führte. „Wer sich selbst nicht versteht, der versteht auch keinen anderen“, hat der emeritierte Professor Dorothee Röhrig unter anderem gesagt und sie dadurch auf ihrer Reise durch die eigene Vita bestärkt. Dass sich deren magische Momente dabei in der Erinnerung offenbarten, liegt für sie in ihrer Natur: „In dem Moment, in dem man sie erlebt, ist der Verstand ausgeschaltet.“

Als sich in der Lesungspause auch am Signiertisch eine lange Schlange bildet, zeigt sich Dorothee Röhrig berührt.  Ihr Lobpreis des Aufenthalts in der Natur oder einer täglichen Fünf-Minuten-Einheit Nichtstun wirken eher irdisch als zauberisch. „Ich habe den Eindruck, dass sie gelernt haben, das halbleere Glas als halbvolles zu betrachten“, lautet prompt der Kommentar einer Zuhörerin, der nahelegt, dass zwischen hoher Magie und Großmutters Lieblingssprichwörtern nicht immer Welten liegen müssen.

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