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Weitere Ehre für den Ehrenbürger

Berthold-Beitz-Ufer Weitere Ehre für den Ehrenbürger

Ein kräftiger Ruck, und das Straßenschild war enthüllt. Berthold-Beitz-Ufer heißt seit Freitag die Promenade zwischen Sportboothafen Düsternbrook und der Anlegestelle Bellevue.

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Feierlicher Augenblick: Die Töchter von Berthold Beitz, Bettina Poullain und Susanne Henle (2.v.l.), enthüllen zusammen mit Stadtpräsident Hans-Werner Tovar, Bürgermeister Peter Todeskino und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer das Straßenschild für das neue Berthold-Beitz-Ufer.

Quelle: Uwe Paesler

Düsternbrook. „Mit dieser Benennung wollen wir den 2013 verstorbenen Kieler Ehrenbürger Berthold Beitz dauerhaft ehren. Wir würdigen damit seine Lebensleistung auf unterschiedlichen Gebieten“, sagte Stadtpräsident Hans-Werner Tovar bei der Enthüllung des Namensschildes. Er erinnerte an Beitz’ Verdienste gerade für den Segelstandort Kiel und die Austragung der Olympischen Segelwettbewerbe 1972 in der Landeshauptstadt. „Ohne Beitz kein Olympia“, so fasste es Tovar knapp zusammen. Beitz habe entscheidenden Anteil daran gehabt, dass sich das ehemals kleine Dorf Schilksee zu einem internationalen Segelzentrum entwickelte. Tovar erinnerte an Beitz’ große Leidenschaft, das Segeln, und seine Verdienste um den Kieler Yacht Club. „Ohne ihn wäre der Yacht Club heute nicht das, was er ist.“ Als Generalbevollmächtigter von ThyssenKrupp hatte sich Beitz für den Kauf des Clubs eingesetzt und so dessen Sanierung möglich gemacht. „Wir hoffen, dass dieser Ort ihm gerecht wird“, sagte Tovar in Anbetracht der Lebensleistung Beitz’.

Zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung waren gekommen, um den Industriellen zu ehren, darunter auch die ehemaligen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Norbert Gansel und Angelika Volquartz. Auch zwei seiner Töchter waren eigens zur Einweihung der Promenade nach Kiel gekommen.

Eine große Liebe zum Segeln

„Unser Vater hat seine Verbindung zu Kiel gelebt und gepflegt. Er hat sich jedes Jahr auf die Kieler Woche gefreut“, sagte seine Tochter, Bettina Poullain. Schon über die Ehrenbürgerschaft im Jahr 2004 habe sich ihr Vater sehr gefreut. „Er sah sich stellvertretend für alle Männer und Frauen geehrt, die 1972 die Segelwettbewerbe in Kiel organisiert haben.“ Poullain, die bis 2011 den städtischen Eigenbetrieb Beteiligungen leitete, erinnerte daran, dass ihr Vater Alfried Krupp die enge Verbindung zu Kiel verdankte. Denn beide Männer habe die große Liebe zum Segeln verbunden. „Mein Vater hätte sich gefreut, heute hier dabei sein zu können.“ Gerade die Nähe der Promenade zum Kieler Yacht Club hätte ihn gefreut.

Weil Beitz als Segler eine besondere Verbindung zum Kieler Yacht Club pflegte, hatte Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) im Frühjahr den Vorschlag für die Benennung der bislang namenlosen Förde-Promenade nach dem prominenten Mäzen gemacht. Einstimmig war der Vorschlag sowohl im zuständigen Ortsbeirat Ravensberg/Düsternbrook/Brunswik angenommen worden. Anschließend hatten auch der Bauausschuss und im Juli die Ratsversammlung einstimmig für diesen Vorschlag votiert.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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