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Durchwachsene Jahresbilanz der Verkehrspolizei

Viele Unfälle Durchwachsene Jahresbilanz der Verkehrspolizei

In der Landeshauptstadt ist die höchste Anzahl von Unfällen seit zehn Jahren gemessen worden. Einziger Trost: Bei den meisten Unfällen handelt es sich um leichte sogenannte S3-Unfälle, bei denen keine Personen verletzt wurden und nur geringer Sachschaden entstand.

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In der Landeshauptstadt ist die höchste Anzahl von Unfällen seit zehn Jahren gemessen worden.

Quelle: dpa

Kiel. 8741-mal krachte es auf den Kieler Straßen – ein Plus von 5,6 Prozent im Vergleich zu 2014. Hierbei wurden 1461 Personen verletzt. Ein leichter Rückgang, sagt Thomas Bauchrowitz, Leiter der Polizeidirektion Kiel. Zum Vergleich: 2014 waren es noch 1505 Personen gewesen. Am häufigsten wurden bei Unfällen in Kiel Radfahrer (452) verletzt, gefolgt von motorisierten Zweiradfahrern (124) und Fußgängern (141).

Weiter Auffälligkeiten der Verkehrsstatistik: Die Anzahl der Unfälle mit Lastwagen sank von 128 auf 115 Fälle, ein Plus hingegen gab es bei Zwischenfällen mit Linienbussen. 57 Unfälle wurden von der Polizei aufgenommen, sieben mehr als noch  2014. Leichte Steigerungen gab es bei Motorradfahrern: Sie wurden in 135 Unfälle verwickelt (2014: 127), rückläufig sind die Fahrradunfälle. Nach 513 Unfällen in 2014 wurden im vergangenen Jahr 486 gemeldet.

Kinder waren an 97 Unfällen beteiligt, 2014 waren es 107 gewesen.  Senioren ab dem 65 Lebensjahr wurden von der Polizei bei 348 Unfällen  registriert – 22 weniger als im Jahr zuvor. 91 Unfälle ereigneten sich unter Alkoholeinfluss (117), 27 Unfallbeteiligte standen unter Einfluss von Drogen. 2014 waren es noch 19 gewesen.

Bei Verkehrskontrollen sind laut Verkehrs-Stabsbereichsleiter Stefan Kalinowski zwei traurige Geschwindigkeitsrekorde aktenkundig geworden: Am Ostring wurde ein Autofahrer mit 109 anstatt erlaubter 50 Kilometer pro Stunde erwischt, im Ellerbeker Weg waren zwei Fahrer mit 99 beziehungswiese 93 km/h unterwegs gewesen. Erlaubt ist auch dort nur Tempo 50.

2016 will die Polizeidirektion Kiel den Kontrolldruck deutlich erhöhen, unter anderem ist am 21. April wieder ein Blitzermarathon geplant.

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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