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Stadt macht Schwimmern Hoffnung

Eiderbad Hammer Stadt macht Schwimmern Hoffnung

Für das marode Eiderbad Hammer zeichnet sich eine Lösung ab – danach könnte es im Mai 2017 wiedereröffnen. Sozial- und Sportdezernent Gerwin Stöcken präsentiert dem heutigen Finanzausschuss eine Beschlussvorlage, wonach 506 000 Euro den Erhalt mit dem Einbau einer Stahlwanne sichern sollen.

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Der fürs Eiderbad zuständige Drachensee-Mitarbeiter Eugen Barz steht an dem Bauzaun, der das große Becken abzäunt.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. 250 000 Euro der Kosten trägt das Land. Zudem plant die Stadt, den Vertrag mit der Stiftung Drachensee über den 31. Dezember 2019 hinaus bis zunächst 31. Dezember 2025 zu verlängern. Weil Folie und Beton im großen Becken marode sind, dient das Bad derzeit mehr als Freizeit- denn als Schwimmstätte. Um das Bad zu sanieren, schlägt die Verwaltung vor, das Becken von jetzt 30 auf 25 Meter zu verkürzen und statt wie bisher mit einer Folie künftig mit Edelstahl zu verkleiden. Auch wenn die Kosten dadurch um etwa 180000 Euro höher als eine Beckensanierung mit einer neuen Folie liegen, sieht Stadtrat Stöcken mit Blick in die Zukunft mehr Vorteile: So werden nicht nur die künftige Bauunterhaltung und Reparaturmaßnahmen erleichtert, sondern auch die Betriebskosten deutlich verringert. Dazu kommt, dass das kleinere Becken weniger Frischwasser und dadurch auch weniger Chlor braucht, ein Stahlbecken langlebiger ist und attraktiver für Vereine, die dringend nach freien Trainingskapazitäten suchten. Für Stöcken lag daher auf der Hand, dass diese Variante, in den Unterlagen als 2b gekennzeichnet, zu bevorzugen ist: Sie biete die meisten Vorteile und sei am nachhaltigsten.

Ratsversammlung am 21.Juli

Schon im Sportausschuss hatte er sich für eine solche Lösung stark gemacht und erhielt einstimmig Rückendeckung. Eine entscheidungsreife Beschlussvorlage zum Eiderbad wollte er aber erst dann präsentieren, wenn das Land grünes Licht gibt, die Sanierungsmaßnahme zu fördern. Wie berichtet, können laut einer überarbeiteten Landesrichtlinie zur Förderung von Schwimmstätten bis zu 250000 Euro für das Eiderbad gewährt werden. Das Innenministerium sicherte jetzt einen entsprechenden Bescheid in dieser Höhe zu. An der Sanierung beteiligen will sich auch die Stiftung, indem sie auf den jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 45000 Euro jeweils für die Jahre 2016 und 2017 verzichtet.

Die Beschlussvorlage liegt der Ratsversammlung am 21. Juli vor, damit – ein positives Votum vorausgesetzt – die Stadt so schnell wie möglich mit der Instandsetzung beginnen kann. Sie soll rechtzeitig vor der nächsten Badesaison ab Mai 2017 fertig sein. Plantschen und schwimmen könnte dann noch attraktiver sein, da die Stadt im Auftrag der Ratsversammlung überprüft, eine Solarthermie-Anlage einzubauen, die das Bad heizen und damit die Nutzerzahlen steigern könnte. Bei den Planungsaufträgen für die Sanierung werde dies auch berücksichtigt, versprach Stöcken. SPD, Grüne und SSW haben die Verwaltung beauftragt, das Thema Warmwasser mit Sonnenkraft hinsichtlich Technik und Kosten zu prüfen und dabei die Kompetenzen der Universität und Fachhochschule einzubinden. Ihre Hoffnung: Ein solches Pilotprojekt mache das dann sanierte Bad zukunftsfähig.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Für kleine Kinder ist das Eiderbad ein kleiner Traum. Am Mittwoch machte eine Gruppe der städtischen Kindertageseinrichtung in Russee einen Ausflug zum Planschbecken, das derzeit die einzige Badestelle in der Anlage ist.

„Die Politik hat ihre Hausaufgaben gemacht“, betonte CDU-Ratsherr Michael Frey im Ortsbeirat am Dienstagabend. Tatsächlich hat die Ratsversammlung im Juli den Weg für eine Sanierung des Eiderbades freigemacht. Ob die pünktlich zu Beginn der Saison 2017 abgeschlossen ist, bleibt jedoch fraglich.

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