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Wiedereröffnung zur Saison 2017 „sportliches Ziel“

Eiderbad Hammer Wiedereröffnung zur Saison 2017 „sportliches Ziel“

„Die Politik hat ihre Hausaufgaben gemacht“, betonte CDU-Ratsherr Michael Frey im Ortsbeirat am Dienstagabend. Tatsächlich hat die Ratsversammlung im Juli den Weg für eine Sanierung des Eiderbades freigemacht. Ob die pünktlich zu Beginn der Saison 2017 abgeschlossen ist, bleibt jedoch fraglich.

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Für kleine Kinder ist das Eiderbad ein kleiner Traum. Am Mittwoch machte eine Gruppe der städtischen Kindertageseinrichtung in Russee einen Ausflug zum Planschbecken, das derzeit die einzige Badestelle in der Anlage ist.

Quelle: Martin Geist

Kiel. Ortsbeiratsvorsitzender Winfried Jöhnk (CDU) fasste zu Beginn der Beratung noch einmal den Stand der Dinge zusammen. Laut einstimmigem Beschluss der Ratsversammlung soll das marode Betonbecken durch ein Edelstahlbecken ersetzt werden, die Größe wird sich von 15 mal 30 auf 15 mal 25 Meter reduzieren. Was aus Sicht der Stadt zu geringeren Betriebskosten führt, aber auch den Vorteil hat, dass das Bad aufgrund der Normlänge interessanter für Schwimmvereine wird. Installiert werden sollen bei der Sanierung auch Anschlüsse für Solarthermie. Ob am Ende allerdings das Wasser tatsächlich mit Sonnenkraft erwärmt wird, hängt von einer noch ausstehenden Kosten-Nutzen-Rechnung ab.

Erfreuliches hat Winfried Jöhnk kurz vor der Sitzung aus dem für Sport zuständigen Dezernat von Stadtrat Gerwin Stöcken erfahren. Die erhoffte Landesförderung von 250000 Euro ist demnach fest zugesagt, noch einmal dieselbe Summe will die Stadt durch Minderausgaben bei der Sanierung der Schwimmhalle Schilksee freischaufeln. Im nächsten Schritt soll nun ein Schwimmbadplaner unter Vertrag genommen werden, sodass die Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden können. Stöcken hat dem Ortsbeiratschef versichert: „Wir liegen voll im Zeitplan.“

Kleinteilige Sanierung könnte Probleme bereiten

Was Michael Frey allerdings nicht ganz so optimistisch sieht. Er fragte vor der Sitzung im Amt für Immobilienwirtschaft nach und erfuhr, dass das Ziel Wiedereröffnung zum Saisonbeginn 2017 „sehr sportlich“ sei. Grund: Das Projekt teile sich in mehrere kleinere Gewerke auf, entsprechend schwierig sei es, einen hinreichend straffen zeitlichen Ablauf zu gewährleisten.

Aktuell hält die Stiftung Drachensee, die in diesen Tagen den Betreibervertrag mit der Stadt Kiel bis Ende 2025 verlängert hat, nach wie vor die Stellung im Eiderbad. Das defekte Hauptbecken ist wie berichtet gesperrt, damit steht lediglich das Planschbecken zur Verfügung. Gern genutzt wird dieses Angebot nach Angaben von Betriebsleiter Bernd Huck von Kindergärten und jungen Familien, auch wurde schon so mancher Kindergeburtstag fröhlich planschend gefeiert. Wegen der sehr eingeschränkten Bademöglichkeiten und wegen des bislang oft schlechten Wetters bleiben die Besucherzahlen trotz gesenkter Eintrittspreise (ein Euro für Erwachsene, 50 Cent für Kinder) deutlich hinter dem Niveau normaler Jahre zurück.

Öffnungszeiten

Das Eiderbad samt Kiosk und Spielplatz ist noch bis zum 31. August täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

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Eiderbad Hammer
Foto: Der fürs Eiderbad zuständige Drachensee-Mitarbeiter Eugen Barz steht an dem Bauzaun, der das große Becken abzäunt.

Für das marode Eiderbad Hammer zeichnet sich eine Lösung ab – danach könnte es im Mai 2017 wiedereröffnen. Sozial- und Sportdezernent Gerwin Stöcken präsentiert dem heutigen Finanzausschuss eine Beschlussvorlage, wonach 506 000 Euro den Erhalt mit dem Einbau einer Stahlwanne sichern sollen.

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