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Ein Wohnheim für 155 Studenten?

Professorenparkplatz Ein Wohnheim für 155 Studenten?

Studentischer Wohnraum ist knapp. Die Hermann-Ehlers-Akademie will deshalb ein Wohnheim für 155 Studenten bauen. Ihre Pläne stellten die Verantwortlichen am Mittwochabend im Ortsbeirat Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook vor.

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Ein Wohnheim für 155 Studenten soll auf dem „Professorenparkplatz“ zwischen der Ludewig-Meyn-Straße und der Wohnsiedlung Groß Kielstein entstehen. Der Bebauungsplan erlaubt an dieser Stelle eigentlich nur 50 Wohnungen.

Quelle: Frank Peter

Ravensberg. „In unserer Satzung ist festgeschrieben, dass wir als Stiftung die Studenten durch Wohnraum unterstützen wollen“, sagt Frederik Heinz, Geschäftsführer der Hermann-Ehlers-Akademie. Das Wohnheim soll auf dem sogenannten „Professorenparkplatz“ an der Christian-Albrechts-Universität entstehen, zwischen der Ludewig-Meyn-Straße und der Wohnsiedlung Groß Kielstein. Auf 3400 Quadratmetern sollen 155 Studenten wohnen können. „Wir planen Wohngruppen und Einzelappartements“, sagt Architekt Florian Michaelis von Noor Architektur in Eckernförde. Dachterrasse, Atrium und Außenanlagen sollen außerdem für das passende Gemeinschaftsgefühl sorgen. „Bei das Fassade haben wir uns für die langlebige, schlichte, elegante Variante entschieden“, sagt Michaelis. Unterschiedliche Farben und Materialien sollen das Gebäude kleinteiliger wirken lassen.

 Um eine kürzere Bauzeit zu ermöglichen soll das Wohnheim als Holzmassivhaus gebaut werden. „Durch den Baustoff kann das Gebäude außerdem energieneutral betrieben werden“, sagt der Architekt. Rund zehn Millionen Euro wird der Bau nach den bisherigen Plänen kosten. „Ich weiß, das ist viel Geld. Aber das liegt an der Qualität der Bauweise“, sagt Heinz. 12,56 Euro pro Quadratmeter sollen die Studenten für ein Zimmer oder eine Wohnung zahlen. „Das sind Inklusivmieten. Das heißt, da sind alle Kosten auch für Telefon und Internet enthalten.“

 Nach den Plänen soll der südliche Teil des Gebäudes zweistöckig gebaut werden, dann soll es vierstöckig und am nördlichen Ende, direkt an der Ludewig-Meyn-Straße, fünfstöckig sein. Der Plan muss allerdings erst noch mit Politik und Verwaltung abgestimmt werden. Denn der Bebauungsplan für das 6100 Quadratmeter große Grundstück erlaubt nur zwei Stockwerke, auf den umliegenden Grundstücken allerdings vier. „Hier ist der B-Plan irgendwann geändert worden, auf dem Parkplatz aber nicht“, sagt Birgit Kulgemeyer, Leiterin des Bauordnungsamtes. Man brauche daher eine Befreiung vom B-Plan. Deshalb werde das Projekt auch noch im Bauausschuss vorgestellt. „Wenn wir hier nach B-Plan bauen würden, könnten nur 50 Wohnungen gebaut werden“, sagt Heinz. Wenn der Befreiung vom Bebauungsplan zugestimmt wird, sollen nach jetziger Planung zu Beginn des Sommersemesters 2018 die ersten Studenten in das neue Wohnheim einziehen. Von den Mitgliedern des Ortsbeirates kam für das Projekt viel Zustimmung, gerade weil studentischer Wohnraum in Uni-Nähe immer gebraucht werde.

 Ein weiterer Diskussionspunkt im Ortsbeirat war eine Veränderung der Marktzeiten auf dem Blücherplatz. Die CDU hatte vorgeschlagen, die Marktzeiten auf den Nachmittag zu verlegen, damit auch Berufstätige dort einkaufen können. Die Ortsbeiratsmitglieder einigten sich darauf, die Diskussion auf die Januar-Sitzung zu verschieben. Dann soll auch ein Marktbeschicker eingeladen werden, um seine Meinung zu hören.

 Zudem informierte Marion Karstens von der Alzheimer-Gesellschaft über das Leben mit Demenz und die Aktivitäten des Vereins.

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