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Ein neuer Treffpunkt für Friedrichsort

Interkulturelles Begegnungszentrum Ein neuer Treffpunkt für Friedrichsort

Margit Otto (77) und Jutta Scheller (75) haben allen Grund zur Freude: Seit diesem Freitag ist in ihrer Nachbarschaft wieder etwas los, „auch für Leute in unserem Alter“. Das DRK lud zum Tag der offenen Tür ein und eröffnete dabei sein neues, interkulturelles Begegnungszentrum Friedrichs I.

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Das neu gestaltete DRK-Begegnungszentrums Friedrichs I. in Friedrichsort wurde am Freitag eröffnet.

Quelle: Sven Janssen

Friedrichsort. Das I. steht hier für Integration, denn das Friedrichs I. ist als Ort der Gemeinschaft und Integration für die unmittelbare Nachbarschaft gedacht – gleich, ob mit oder ohne Migrationshintergrund.

 Dazu wurde das etwas heruntergekommene ehemalige Friedrich-Böttcher-Heim erst einmal gründlich renoviert: Malerarbeiten, neue Toilettenanlagen, eine große Küche, in der man schön zusammen kochen kann, ein neu eingerichtetes Kinderspielzimmer und ein grundsanierter Garten, der im Laufe der Saison auch bestellt werden soll, vermitteln gleich ein ganz anderes Bild als das desolate alte Gebäude. Jürgen Hoffmeister, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Kiel, hofft, dass dort mit der Eröffnung wieder Leben einkehrt.

 Das neu ausgearbeitete Programm für das Begegnungszentrum dürfte dazu beitragen – da wird nämlich für viele etwas geboten: Ab der kommenden Woche stehen ein bunter Eltern-Kind-Treff mit Sport oder interkulturellem Kochen, ein Deutsch-Kommunikationskursus, einige Sportangebote wie Yoga- und Entspannungskurse sowie Rückengymnastik speziell für Senioren auf der Agenda. Einmal im Monat soll es für sie außerdem einen Frühstückstreff geben.

 Zusätzlich findet im Friedrichs I.regelmäßig eine Migrationssozialberatung statt, die das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein fördert. Alle diejenigen, die beim Ausfüllen von Anträgen Unterstützung brauchen, sollen diese hier auch bekommen. Dafür sorgt unter anderem Praktikantin Rasha Hambrouch, die dem multikulturellen Team des Friedrichs I. bei Sprachbarrieren als Übersetzungshilfe unter die Arme greift.

 Im Zuge der Umgestaltung standen die DRK-Mitarbeiter in Friedrichsort vor einer besonderen Herausforderung, denn: „Wir wollten nicht in Konkurrenz mit anderen Netzwerken im Umkreis treten. Deshalb haben wir erst einmal herumgefragt, was hier noch fehlt, und das war ein solcher Ort der Begegnung, auch für den interkulturellen Austausch,“ erklärt Anna Diekmann. Sie wird ab der nächsten Woche zusammen mit ihrer Kollegin Janina Rubach als ständige Vertretung von Montag bis Freitag vor Ort sein. Ab sofort sind die beiden auch Ansprechpartnerinnen für ein Suchdienstangebot und helfen bei der internationalen Suche von Familienmitgliedern und Familienzusammenführungen.

 Neben den engagierten Nachbarinnen Margit Otto und Jutta Scheller, die jederzeit bereit sind, an ihrem neuen Treffpunkt mit anzupacken, haben sich mehr 100 Besucher zur Eröffnung mit lockerem Beisammensein und einem internationalen Büfett angemeldet. „Mehr Leben“? Vielleicht bleibt das hier wirklich nicht nur ein Wunsch.

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Ein Artikel von
Isabelle Breitbach
Volontärin

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