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Nord-Ermittler suchen jetzt die Wahrheit

Sparkassen-Einbrüche Nord-Ermittler suchen jetzt die Wahrheit

Die mutmaßlichen Sparkassen-Einbrecher kommen in Kürze nach Schleswig-Holstein. Wie Oberstaatsanwalt Axel Bieler bestätigte, bringen Gefangenentransporte die zwei 37 und 38 Jahre alten Litauer in die JVA Neumünster. Die Ermittlungen konzentrieren sich in Kiel.

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Nach dem Einbruch in die Förde Sparkasse in Kiel hatte das Geldinstitut Hinweisschilder aufhängen lassen, damit Kunden keine Wertgegenstände in den Sparbuch-Schließfächern deponieren.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Man wolle möglichst eine Anklage und einen Prozess, sagte Bieler am Dienstag. Am Wochenende hatte ein Mobiles Einsatzkommando die beiden im thüringischen Ilmenau gefasst. Dort waren sie zuvor in die örtliche Sparkasse eingedrungen, wo sie die Sparbuch-Schließfächer leerten – wohl im bekannten Tatablauf wie Anfang März in der Förde Sparkasse. "Es scheint in Kiel und Ilmenau absolut identisch abgelaufen zu sein", so Oberstaatsanwalt Bieler weiter. Zuvor gab es jeweils "Probe-Einbrüche", um zu testen, ob die Polizei alarmiert wird. Das spreche für die Professionalität der Tatverdächtigen.

Ermittlungen zu fünf weiteren Fällen

Nachdem die zwei geschnappt wurden, laufen alle Ermittlungen in Schleswig-Holstein zusammen. "Der Haftbefehl ist vom Amtsgericht Kiel", betonte Bieler. Darin enthalten seien die Tatvorwürfe für Kiel und Ilmenau. Im Bezug auf mindestens fünf weitere Fälle werde ermittelt. "Wir konzentrieren hier die Ermittlungen für das gesamte Bundesgebiet", so Bieler.

Auch innerhalb der Polizei gab es eine bundesweite Zusammenarbeit, berichtet Oliver Pohl, Sprecher der Polizeidirektion Kiel. Mit einem Datenabgleich "innerhalb polizeilicher Informationssysteme" und in enger Absprache wurde demnach ermittelt. Drei Landeskriminalämter waren beteiligt, die Gesamtzahl der Ermittler liegt im dreistelligen Bereich.

Konkret auf die Spur kamen sie den Beschuldigten aber nach der Tat in Kiel. Danach habe man "ein Bewegungsbild zeichnen" können, so Bieler.

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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