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Schließfach ist nicht gleich Schließfach

Einbruch in Förde Sparkasse Schließfach ist nicht gleich Schließfach

Nach dem Einbruch in die Förde Sparkasse am Lorentzendamm in Kiel herrscht bei den Kunden große Aufregung. Lange Schlangen bilden sich am Mittwoch vor allem vor dem Zugang zu den Schrankfächern. Viele Kunden wollen kontrollieren, ob der Inhalt ihrer Fächer noch unberührt ist.

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Nur mit einer persönlichen Karte ist der Zugang zu den Schrankfächern möglich: Filialleiter Marco Meyer zeigt, wie streng diese Fächer gesichert sind.

Quelle: Frank Peter

Kiel. „Die meisten Kunden sind verunsichert, weil ihnen der Unterschied zwischen Schrankfächern und Schließfächern für Sparbücher nicht bekannt ist“, sagt André Santen, Sprecher der Förde Sparkasse. Die streng gesicherten Schrankfächer seien von dem Einbruch nicht betroffen, betont er. Nur die Sparbuch-Schließfächer, die vom Foyer aus offen zugänglich sind, wurden in der Nacht zum Montag aufgebrochen.

Obwohl die Schließfächer laut Sparkassen-Richtlinie ausschließlich für die Aufbewahrung von Sparbüchern vorgesehen sind, hatten viele Kunden hier offenbar auch Wertgegenstände und Bargeld deponiert. Zwölf Euro im Jahr kostet ein solches Fach. „Wir wissen derzeit nicht, wie hoch der Schaden ist, weil wir nicht wissen, was die Kunden dort aufbewahrt haben“, erläutert Santen. Man habe aber alle 200 Schließfach-Inhaber informiert, telefonisch oder per Post. „Wir sagen allen Kunden, dass sie auf jeden Fall der Polizei mitteilen sollen, was sie dort deponiert hatten. Auch wenn es nicht nur das Sparbuch war.“

Zugang zu Schrankfächern ist streng geregelt

Der oder die Täter hatten ersten Erkenntnissen zufolge ein Fenster im Erdgeschoss eingeschlagen und waren so in die Bank eingestiegen. Alarmgesichert war der Zugang nicht. Ein Zustand, für den die Sparkasse viel Kritik einstecken muss. „Es gibt in der Bank unterschiedlich gesicherte Bereiche. Der Kassenbereich und auch die Schrankfächer sind extrem gesichert“, betont Marco Meyer, Leiter der Filiale am Lorentzendamm, und demonstriert, wie streng der Zugang zu den Schrankfächern geregelt ist.

„Nur mit einer persönlichen Karte ist der Zugang möglich“, betont er. Erst nachdem er seine Karte eingesteckt hat, öffnet sich ein kleiner Raum, in dem wieder ein Monitor und ein Kartenlesegerät steht. Hier muss der Schrankfachinhaber erneut seine Karte und einen Pin eingeben.

Kein neuer Sachstand zum Einbruch

Die Polizei will unterdessen noch keinen neuen Sachstand vermelden. „Die intensive Befragung der Geschädigten läuft“, teilt Sprecher Matthias Arends mit. Deshalb sei auch der Gesamtschaden offen. Auch die Auswertung der Videoaufnahmen, auf denen eine Person zu sehen ist, sei noch nicht abgeschlossen. Es gebe aber keinen Zweifel, dass es sich um den Täter handele. Ungeklärt ist laut Polizei, ob er allein unterwegs war oder Unterstützung hatte.

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Ein Artikel von
Anne Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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Bei dem Einbruch in die Förde Sparkasse am Lorentzendamm in Kiel wurden rund 500 Sparbuch-Schließfächer gewaltsam geöffnet, 200 davon seien laut Sparkasse vermietet, also potenziell auch in Benutzung gewesen. Die Höhe der Beute ist noch unklar.

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