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Eine warme Mahlzeit für jeden

Stiftung „Bildung macht stark“ Eine warme Mahlzeit für jeden

„Mein Freund bekommt nur einmal am Tag etwas Warmes zu essen. Und das auch nur, wenn er es bezahlt bekommt.“ Diese Aussagen von Kindern aus Kiel haben die Stiftung „Bildung macht stark“ dazu bewegt, die Aktion „Mach Mittag“ ins Leben zu rufen. Die Kampagne appelliert an alle Kieler, dem Kinderhunger in der Stadt durch eine Spende entgegen zu treten.

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Zum Start der Spendenkampagne „Mach Mittag“ griffen Daniel Karasek (von links), Oberbürgermeister und Stiftungsschirmherr Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister a.D. Angelika Volquartz, Tatjana Moll und Peter Willer gestern zum gelben Löffel.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Jedes dritte Kind in Kiel ist von Armut betroffen, rund 2300 Kinder erhalten derzeit kein warmes Mittagessen. „Mit leerem Magen lernt es sich nicht gut“, erklärt Jan Murmann, der gemeinsam mit der ehemaligen Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz die Mittag-Kampagne ins Leben rief. Sein Vater, Unternehmer Klaus Murmann, hat 2008 den Grundstein für die städtische Stiftung gelegt: 2,5 Millionen Euro hat die Familie investiert, um sozial schwache Kinder in Kiel zu unterstützen.

 2011 wurde schließlich die Stiftung gegründet. „Damals gab es noch kein Bundesbildungsgeld, das Kinder aus Familien mit geringem Einkommen unterstützt“, sagt Volquartz. Seitdem es das Bildungspaket gibt, müssen die Eltern einen Euro als gesetzlich geforderten Eigenanteil pro Schultag zahlen, damit ihre Kinder in der Schule eine warme Mahlzeit erhalten. „Manche Familien können aber auch das nicht aufbringen.“

 Damit die Stiftung die Förderung fortführen kann, startet nun die Aktion „Mach Mittag“ unter der Schirmherrschaft des amtierenden Oberbürgermeisters Ulf Kämpfer. Drei verschiedene Patenschaften können Kieler Bürger dabei übernehmen: Der „Mittagspate“ kann mit 20 Euro pro Monat das Mittagessen eines Kindes in einem Monat sicherstellen, der „Cliquenpate“ kann drei Kinder mit 60 Euro im Monat unter der Devise „gemeinsam mit den Freunden schmeckt das Essen besser“ unterstützen und der „Projektpate“ kann einen festen Betrag spenden und damit die Kampagne generell unterstützen.

 Die Aktion ist auf rund drei Jahre angelegt und wird ehrenamtlich von der Agentur Boy begleitet. Im Herbst wird ein Film gedreht, der bi einer Wohltätigkeitsveranstaltung gezeigt werden soll. Außerdem soll bei einer Aktion mit Restaurants auf deren Mittagstisch-Karte ein „Nachtisch“ angeboten werden, „den die Menschen dann nicht essen, sondern das Geld für die Kampagne spenden“, sagt Agenturchefin Bärbel Boy.

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