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Schöner wohnen in der Wahlestraße

Ellerbek/Wellingdorf Schöner wohnen in der Wahlestraße

Von der Schmuddelecke zum Vorzeigeprojekt: Nach dem Abriss der sogenannten „Gammelhäuser“ entstehen in der Ellerbeker Wahlestraße weitere Mehrfamilienhäuser. Neu ist, dass die Mieter nicht nur in moderne Wohnungen ziehen können, sondern dass Stadt, Land und die Diakonie Altholstein in einem Pilotprojekt auch für eine lebendige Nachbarschaft und viele Aktivitäten sorgen.

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41 Wohnungen für alle Generationen sind in der Wahlestraße 29-33 im dritten Bauabschnitt geplant. Anfang 2017 können die ersten Mieter voraussichtlich hier einziehen.

Quelle: Karin Jordt

Ellerbek/Wellingdorf. Insgesamt rund 22 Millionen Euro investiert die Gewoba Nord Baugenossenschaft nach eigenen Angaben in drei Bauabschnitte in der Wahlestraße. Wo bislang etliche heruntergekommene Häuser mit Graffiti an den Wänden, Rattenplagen und Müllecken die Wohnqualität beeinträchtigten, wird die Straße nun an allen Ecken aufgemöbelt. Im ersten Bauabschnitt, Wahlestraße 22-28, entstanden 83 barrierefreie Wohnungen für Senioren. Im zweiten und dritten Abschnitt, Wahlestraße 15 bis 33, sind insgesamt weitere 41 frei finanzierte und 27 öffentlich geförderte Wohnungen, 34 bis 82 Quadratmeter groß, für alle Generationen im Bau. Das berichtete Linda Herr von der Gewoba Nord dem Ortsbeirat Ellerbek/Wellingdorf. Spätestens Anfang 2017 könnten dort ebenfalls die Umzugswagen anrollen. Gekauft habe die Gewoba Nord außerdem die Häuser in der Wahlestraße 5-9 und in der Schönberger Straße 165/167. Hier solle der Bestand erhalten und in Ordnung gebracht werden. Der Bedarf an attraktiven, bezahlbaren vier Wänden ist groß. 81 Wohnungen des ersten Bauabschnitts seien schon vermietet, so Linda Herr, es gebe bereits eine Warteliste.

Das neue Haus an der Wahlestraße 26 hat nicht nur eine Tiefgarage, Balkone, Terrassen und Gemeinschaftsräume, sondern bietet auch einen umfangreichen Service. Im neuen Quartiersbüro organisiert Dagmar Richter von der Diakonie Altholstein viele Aktivitäten, zu denen nicht nur Hausbewohner, sondern auch Nachbarn eingeladen sind. „Dieses Quartiersmanagement ist etwas völlig Neues“, erklärte Martin Reinhart, Leiter des Amtes für Wohnen und Grundsicherung. In dem zunächst auf drei Jahre angelegten Pilotprojekt entwickeln die „Kümmerer“ der Diakonie Altholstein im Auftrag der Stadt und mit Förderung des Landes zahlreiche Angebote – etwa einen Treffpunkt für Eltern und Kleinkinder, eine Nähwerkstatt, Feste, Talentbörsen, Gymnastik, gemeinsames Singen und Spielen. Ziel sei, das nachbarschaftliche Engagement und die Vernetzung zu fördern, sagte Semra Basoglu, Projektleiterin bei der Diakonie Altholstein.

„Nachbarn für Nachbarn“ heißt das Motto des Konzepts für alle Generationen. Mieter, Wohnungseigentümer und andere Akteure im Stadtteil sollen motiviert werden, sich für ihr Umfeld in ganz unterschiedlichen Bereichen zu engagieren. „Wir hoffen, dass sich eine Eigendynamik entwickelt“, meinte Reinhart. Dann könnten die Aktivitäten nach Ablauf der Pilotphase auch ohne öffentliche Förderung fortgesetzt werden. Das Kerngebiet der Quartiersmanager befindet sich in Ellerbek und Wellingdorf zwischen Wischhofstraße und Klausdorfer Weg, Ostring und Schönberger Straße. Die Grenze sei jedoch fließend, betonte der Amtsleiter. Die Gewoba Nord ist unter Tel. 04621-811100 zu erreichen, Dagmar Richter vom Quartiersbüro, Wahlestraße 26, unter Tel. 0431/66876615.

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