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Energie sparen in jedem Gebäude

Elmschenhagen Energie sparen in jedem Gebäude

Um im Winter die Energiekosten zu begrenzen und das Klima zu schützen, werden in der Landeshauptstadt umfangreiche Projekte entwickelt. Für Elmschenhagen-Süd, das zum „vorbildlichen Energiequartier“ werden soll, liegt nun ein Konzept vor.

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Die Häuser mit Geschosswohnungen südlich der Franzensbader Straße entstanden zwischen 1977 und 1984. Sie befinden sich laut Bericht in einem „dem Baualter entsprechenden, eher schlechten energetischen Zustand.“

Quelle: Karin Jordt

Elmschenhagen. Ein Jahr lang wurde gerechnet, geprüft und diskutiert, Fazit: Bei allen untersuchten Gebäuden kann Energie gespart werden. Auf 232 Seiten erläutern die Experten im Abschlussbericht, was in den kommenden Jahren mit den Hauseigentümern umgesetzt werden kann und wo es Fördermittel gibt. Nach Bestandsaufnahmen im Stadtteil, Thermografie-Aufnahmen, Auswertung der Daten, Informationsveranstaltungen und Rundgängen hat das Projektteam für die häufigsten Gebäudetypen im Quartier Mustersanierungskonzepte mit Empfehlungen erarbeitet. Die Eigentümer bekommen damit kostenlos eine Entscheidungshilfe an die Hand, wenn sie die Häuser sanieren möchten. Je nach Gebäudetyp und -zustand werden Dämmungen, innen oder außen, Lüftungsanlagen, Reduzierung von Wärmebrücken, moderne Heizungen und Anlagen zur Warmwasserversorgung sowie Systeme zur Nutzung von Sonnenenergie und der Aufbau effizienter Wärmenetze empfohlen. Vorgaben der Stadtplanung, der Denkmalpflege und des Bauordnungsamts wurden berücksichtigt. Allerdings waren nicht alle betroffenen Wohnungsgesellschaften kooperativ, wenn es um die Erfassung der Daten ging, wie die beauftragte Arbeitsgemeinschaft kritisiert. Bei den Wohnblöcken mit Backsteinfassaden fanden die Experten Lösungen, bei denen das äußere Erscheinungsbild erhalten bleibt, der Energieverbrauch dennoch deutlich gesenkt werden kann.

Die Stadt bindet auch das Schulzentrum Elmschenhagen mit ein. Dort sollen eine Photovoltaik-Anlage und ein Blockheizkraftwerk entstehen, wie das Presseamt mitteilt. Das Interesse am Thema Energiesparen sei groß, eine weiterführende Beratung und Begleitung jedoch notwendig, heißt es im Bericht. Das Projektteam, zu dem neben dem Umweltschutzamt der Stadt auch die Zebau GmbH (Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt), die Averdung Ingenieurgesellschaft mbH und der Energieberater Dipl.-Ing. Jasper Harten gehören, wird das Quartierskonzept am Dienstag, 29. September, 17 Uhr, in der Aula des Gymnasiums Elmschenhagen vorstellen und erläutern, wie die Anwohner davon profitieren können. Um Anmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen, Download des Berichts und Anmeldung gibt es im Internet: www.kiel.de/energiequartier. Fragen beantwortet die Arbeitsgemeinschaft in den kommenden zwei Jahren unter Tel. 040/3803840 oder per E-Mail an elmschenhagen@zebau.de. Im Herbst und Winter sind weitere Veranstaltungen geplant.

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