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Mann versuchte Kinder in ein Taxi zu locken

Eltern in Sorge Mann versuchte Kinder in ein Taxi zu locken

Unter vielen Eltern in Kiel herrscht Unruhe: Im Stadtteil Hammer soll ein Mann in einem Taxi versucht haben, Kinder in seinen Wagen zu locken. Auch rund um die Goetheschule an der Hansastraße und dem Spielplatz an der Gutenbergstraße spricht seit geraumer Zeit ein Mann Kinder an.

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Rund um den öffentlichen Spielplatz an der Gutenbergstraße/Ecke Westring ist in der Vergangenheit immer wieder ein älterer Mann aufgefallen, der Kinder angesprochen hat. Die Polizei hat den Mann aufgesucht und ermahnt.

Quelle: Sven Janssen

Hammer/Mitte/Mettenhof. Stadt und Arbeiterwohlfahrt haben bereits reagiert und sich mit offiziellen Schreiben an die Eltern gewandt. Auch die Polizei ist alarmiert und ermittelt. Der Mann, der in Hammer aufgefallen ist, soll nach Augenzeugenberichten ein schwarzes Taxi mit Plöner Kennzeichen fahren. Wie es in einer „wichtigen Information“ der Awo an die Eltern heißt, frage er die Kinder nach bestimmten Straßen und bitte sie dann, in den Wagen zu steigen, um ihm den Weg zu zeigen. Da es nicht ausgeschlossen sei, dass diese Person auch in anderen Stadtteilen Kinder anspreche, sei es wichtig, alle Eltern zu informieren, heißt es in dem Brief. Das Schreiben datiert vom 12. Februar und stammt vom Awo-Kinderhaus am Krummbogen. Eltern haben es abfotografiert und ins Internet gestellt.

Stadt gab Schreiben heraus

„Wir haben davon Kenntnis. Das zuständige Kommissariat der Kripo ermittelt“, sagte Kiels Polizeisprecher Matthias Arends. Gleich nach Bekanntwerden der Vorfälle besuchten Beamte Taxiunternehmen, um nach dem Fahrer zu fragen und ihn ausfindig zu machen. „Nach unseren Erkenntnissen hat der Mann die Kinder bisher nur angesprochen. Zu einer Belästigung ist es nicht gekommen“, so Arends. Die Polizei hat umgehend reagiert. Sie zeigt seit einigen Tagen rund um Hammer deutlich mehr Präsenz, um den Mann zu finden und Straftaten zu verhindern.

Zeitgleich gibt es in der Kieler Innenstadt Irritationen durch einen Mann, der sich permanent in der Nähe von Kindern bewegt. So sorgen sich Eltern rund um die Goetheschule und den Spielplatz an der Gutenbergstraße. Das Amt für Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt hat deshalb am 9. Februar ein Schreiben mit dem Betreff „Sexuelle Annäherung an Mädchen“ herausgegeben und verteilt. Anlass für diese Aktion war, dass mehrere Mädchen davon berichteten, dass sich ihnen am Betreuten Spielplatz an der Gutenbergstraße ein älterer Mann genähert habe. Auch rund um die Goetheschule sei der Mann gesehen worden und habe Kinder angesprochen, heißt es in übereinstimmenden Berichten. Der Mann bewege sich offensichtlich zwischen den beiden Einrichtungen und begleite die Kinder, die von der Goetheschule nach Schulschluss zum Hort an der Gutenbergstraße gingen. Zu Übergriffen ist es aber offenbar nicht gekommen.

Unruhe auch in Mettenhof

Der Mann ist der Polizei bereits bekannt. „Bevor das Schreiben veröffentlicht wurde, haben wir ihn aufgesucht und ihm eine sogenannte Gefährderansprache gehalten. An dem Termin haben wir ihm klargemacht, was er machen darf und unterlassen muss“, sagte Arends. Auch nach Angaben des Polizeisprechers ist in der ganzen Zeit nicht zu einer Belästigung gekommen. Wie es heißt, sei der Mann zu den Kindern äußerst freundlich. Viertklässler, so berichten Augenzeugen, machen sich manchmal über ihn lustig, was er auch zulasse.

Unruhe herrscht seit Wochen auch im Stadtteil Mettenhof. Dort hängen Zettel, die von Privatpersonen aufgehängt worden sind, an mehreren Bäumen im Bereich Narvikstraße. Darauf steht der Appell: „Achtung Nachbarn – Augen auf!!!“ Und weiter: „Vor ein paar Tagen wurde im Hammerfestweg ein Mann beobachtet, der aus einem parkenden Auto sprang und ein Schulkind verfolgt hat. Polizei und Landeskriminalamt wissen Bescheid.“ Auch in diesem Fall hat die Polizei nach Angaben von Arends ermittelt. Der Verdacht sei aber nicht bestätigt worden.

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Günter Schellhase
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