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Betrüger erbeuteten 50.000 Euro

Enkeltrick Betrüger erbeuteten 50.000 Euro

Ein älteres Ehepaar ist Donnerstag das Opfer von Enkeltrickbetrügern geworden. Die Täter erbeuteten insgesamt 50 000 Euro. Die Polizei rät erneut dazu, keine größeren Bargeldmengen in der Wohnung aufzubewahren.

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Ein älteres Ehepaar ist Donnerstag das Opfer von Enkeltrickbetrügern geworden. Die Täter erbeuteten insgesamt 50000 Euro.

Quelle: Imke Schröder (Archiv)

Kiel. Das 88 und 90 Jahre alte Ehepaar gab gegenüber der Polizei, dass gegen 11.30 Uhr eine vermeintliche Enkelin angerufen habe, die vorgab, bei einem Notar in Neumünster zu sein, um eine Wohnung zu kaufen. Dafür benötige sie jedoch dringend Bargeld. Da sie selbst verhindert sei, würde sie einen angeblichen Mitarbeiter des Notariats zu der Wohnung der Eheleute in der Jahnstraße schicken. Ein Mann erschien gegen 15 Uhr tatsächlich und ließ sich 50 000 Euro aushändigen, die das Paar in der Wohnung aufbewahrte. „Erst im Nachhinein wurden die beiden misstrauisch und informierten die Polizei“, sagte Polizeisprecher Matthias Arends.

Nach der Beschreibung der Eheleute soll es sich bei dem Abholer um einen 30 bis 40 Jahre alten und etwa 1,70 Meter großen Mann mit dicklicher Statur und schwarzen Haaren handeln. Er sprach deutsch ohne Akzent und war mit einem weißen Hemd und einer Jacke bekleidet. Insgesamt habe er plump gewirkt, gaben die Rentner gegenüber den Beamten an. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen, die den Mann im Zeitraum um 15 Uhr herum im Bereich der Jahnstraße gesehen haben. Weitere Geschädigte, die ebenfalls ähnliche Anrufe erhalten haben, sollte sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Hinweise unter 0431 / 1603333.

Die Polizei rät erneut dazu, keine größeren Bargeldmengen in der Wohnung aufzubewahren. „Bei Anrufen vermeintlicher Verwandter, die angeblich dringend und sofort Bargeld benötigen, ist stets Misstrauen angebracht“, sagte Arends. In dem Fall sollte das Gespräch schnell beendet werden. Wer Zweifel hat, sollte den Polizeiruf 110 wählen und die Beamten informieren.

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Günter Schellhase
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