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40000 Euro einer Fremden gegeben

Enkeltrick in Kiel 40000 Euro einer Fremden gegeben

Franz-Josef Nolden (80) und Sohn Michael (54) sind frustriert. 40000 Euro hat der 80-Jährige einer Enkeltrick-Betrügerin gegeben. Auch die Förde Sparkasse, die das Geld bar ausgezahlt hatte, kritisieren die Noldens. Laut Institut bestand kein Grund, die Auszahlung zu verweigern.

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Ein 80-jähriger Kieler ist Opfer eines Enkeltricks geworden: 40000 Euro zahlte er einer Unbekannten.

Quelle: Marijan Murat/dpa

Kiel. Trotz Anzeige wurde den Noldens von der Kripo schnell die Hoffnung genommen, etwas von dem Geld wiederzusehen. „Die Betrüger sind leider hochgradig organisiert“, sagt Matthias Felsch von der Polizei. „Es ärgert uns sehr, dass sich jemand jetzt mit dem mühsam erarbeiteten Geld meiner Eltern ein schönes Leben macht“, sagt Michael Nolden. Und es ärgert ihn auch, dass die Förde Sparkasse das Geld nach Angaben der Noldens ohne eine Frage nach dem Hintergrund herausgegeben hat: „Für mich ist nicht nachvollziehbar, wie sie einem älteren Herrn so viel Geld in die Hand drücken können. Meiner Meinung nach ist das fahrlässig.“

„Wir bedauern es auch sehr, dass ein so hoher Schaden entstanden ist“, sagt André Santen, Sprecher der Bank. Gegen Betrug werde jährlich geschult. „Die Mitarbeiter sind dazu angehalten, aufmerksam zu sein und konkrete Verdachtsfälle zu melden.“ Es sei entscheidend, den Kunden nach Hintergründen zu fragen und die Polizei zu informieren. Im Fall Nolden hatten laut Santen die Maßnahmen allerdings gegriffen: Es habe keinen Grund gegeben, das Geld nicht auszuzahlen, die Polizei sei nicht gerufen worden. Details könne er aber aufgrund des Bankgeheimnisses nicht preisgeben.

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