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Und wieder ist hier Baustelle

Willestraße Und wieder ist hier Baustelle

Straße auf, Straße zu. Und wieder von vorn. Die Anlieger sind mächtig genervt von den ständigen Bauarbeiten in der Willestraße in Kiel. Jetzt ist sie seit 2013 nun schon zum dritten Mal für längere Zeit bis voraussichtlich Mitte Oktober gesperrt.

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Es geht nichts mehr in der Willestraße. Nach dem Einbau von Fernwärmeleitungen durch die Stadtwerke im vergangenen Jahr soll jetzt der Regenwasserabfluss verbessert und die Asphaltdecke der Straße erneuert werden.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Tiefbauamtsleiter Peter Bender kann den Ärger der Anlieger zwar verstehen. „Aber es geht leider nicht anders.“  Grund für das wiederholte Aufreißen der Straße mit lästigen Folgen für Geschäfte, deren Kunden und Zulieferer sind nach Benders Erklärung die verschiedenen Bauträger mit unterschiedlichen Maßnahmen. 2013 sei es um die nötigen Sanierungen der Schmutzwasserleitungen gegangen. Denn das Abwasser drohte aufgrund der maroden Leitungen ins Grundwasser zu gelangen.

 Im vergangenen Jahr waren dann die Stadtwerke mit der Verlegung von Fernwärmeleitungen an der Reihe. Jetzt sehe sich die Stadt in der Pflicht, nach den Unwettern der jüngsten Zeit mit teilweise ergiebigen Regengüssen zunächst die Regenwasserkanalisation deutlich leistungsfähiger zu machen. Größere Rohre sollen künftig Überflutungen oder Unterspülungen der Straße verhindern.

 Gleich in einem Zug mitgemacht werde dann auch der Straßenausbau mit neuer Asphaltdecke und vielen neuen Bordsteinen. Auch ein paar Parkplätze mehr soll es dann geben – 38 statt bislang 30. Rund 200000 Euro veranschlagt die Stadt für alle aktuell anstehenden Arbeiten.

 „Wenn wir voraussichtlich Mitte Oktober mit allem fertig sind, ist erst einmal wieder Ruhe in der Willestraße. Weitere Maßnahmen stehen nach jetzigem Stand der Dinge nicht mehr an“, verspricht Bender. Durch eine effektivere Koordination der Arbeiten hätten sich nach Einschätzung des Amtsleiters die Beeinträchtigungen infolge der Straßensperrungen jedoch auch nicht verhindern lassen. So sei die nötige Aufrüstung der Regenwasserableitung 2013 noch nicht absehbar gewesen.

 Nils Lenschau, Geschäftsführer des Einrichtungshauses „Das Fenster“, mag dem angekündigten Frieden des Tiefbauamtsleiters jedoch ebenso wenig trauen wie die Mitarbeiterin des gegenüberliegenden Damenmodegeschäftes „Becker Fashion“, Angelika Römer. Zu oft schon hätten Bauarbeiten unerwartet wieder von vorn begonnen. Mit fatalen Folgen, wie Angelika Römer berichtet. „Denn während der Straßensperrungen blieben viele unserer Kunden weg, und wir mussten Umsatzeinbußen von 30 bis 40 Prozent verkraften.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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