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Gemischte Gefühle am ersten Tag

Weihnachtsmarkt in Kiel Gemischte Gefühle am ersten Tag

Der erste Advent ist zwar erst am kommenden Sonntag, doch in der Kieler Innenstadt ist die Vorweihnachtszeit bereits angebrochen: Stadtpräsident Hans-Werner Tovar eröffnete am Montagnachmittag den 43. Weihnachtsmarkt auf dem Holstenplatz. 78 Stände lockten die Besucher in die Fußgängerzone.

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Am Stand von Lisa Glöggler weihnachtet es sehr: Engel, Kerzen, erleuchtete Modellhäuser und Schneemänner machen Lust auf die Adventszeit. Mit drei Kolleginnen ist die 24-Jährige in den Wochen bis Weihnachten umschichtig für den Verkauf zuständig.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Bei winterlichen Temperaturen bummelten die ersten Besucher zwischen den 78 Ständen und Buden herum, genossen den Lichterglanz und tranken – im Jubiläumsjahr der Kieler Universität – ihren Glühwein aus anthrazit- und lilafarbenen Bechern mit Uni-Wappen.

 Die ersten 150, mit dampfendem Glühwein gefüllten Becher wurden traditionell zur Eröffnung gratis verteilt. „Hier kann man sich auf das Fest einstimmen“, lobte Tovar das stimmungsvolle Ambiente mit 365 Tannenbäumen, über das Marktmeisterin Simone Sievers zum 15. Mal wacht. Von Weihnachtsschmuck über Leuchtsterne, Kerzen und Holzspielzeug bis hin zu Kunsthandwerk und kulinarischen Kostproben aus Kiels Partnerstädten Sovetsk und Gdynia finden die Besucher fast alles in vertrauter Anordnung. Erstmals gibt es auch Flammlachs, spanische Tapas und eine Auswahl an Ölen, Likören und Essigen.

 Ein bitterer Beigeschmack ließ sich indes nicht ganz vertreiben: Nach den Terroranschlägen in Paris geht die Polizei weiterhin von einer „ab- strakten Gefährdungslage“ aus, will aber nicht schwer bewaffnet zwischen den Ständen patrouillieren. Die Besucher sollen den Weihnachtsmarkt ohne Einschränkungen genießen können. „Wir werden da sein, wie immer“, sagte ein Polizeisprecher. Beim Landeskriminalamt hieß es am Montag: „Wir sind sensibel und aufmerksam.“

 Auch Annette Wiese-Krukowska, Sprecherin der Landeshauptstadt, betonte, dass man sich die Weihnachtsstimmung in Kiel nicht verderben lassen wolle. „Von Seiten der Stadt wird darauf geachtet, dass auch hinter den Buden Ordnung herrscht, damit dort nichts untergejubelt werden kann.“ Wiese-Krukowska glaubt nicht, dass wegen der Terroranschläge weniger Menschen als sonst die Weihnachtsmärkte im Land besuchen werden. „Es gibt nirgendwo absolute Sicherheit“, sagte Stadtpräsident Tovar. Die vielen entspannten Besucher um ihn herum schienen das am Montag ähnlich zu sehen.

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Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

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