21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
261 Stufen bis zum erlösenden Ziel

Erster Hochhauslauf der CAU 261 Stufen bis zum erlösenden Ziel

Der „Blaue Heinrich“ stand am Mittwoch-Nachmittag ganz im Zeichen des ersten Hochhauslaufs der Christian-Albrechts-Universität (CAU). 170 Läuferinnen und Läufer bewältigten die 261 Stufen bis in den 14.

Voriger Artikel
Sichere Zugpferde und junge Fohlen
Nächster Artikel
Praktikum in der Müllverbrennung

Die CAU-Studenten Torben Herber (links) und Ron Hellriegel klatschten sich ab. Sie freuten sich über die besondere sportliche Herausforderung.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Stock des markanten Uni-Hochhauses. Zwar wurden Sieger gekürt, die Laufzeiten waren aber zweitrangig. Die Förde Sparkasse honorierte jede gelaufene Stufe mit 35 Cent. Am Ende kamen 10048,50 Euro zusammen, die zur Unterstützung der 350-Jahr-Feier der Kieler Universität dienen.

 Prof. Lutz Kipp hielt sein Versprechen. Vor dem Lauf hatte der CAU-Präsident angekündigt, bei dieser außergewöhnlichen Laufpremiere mitzumachen. Als Startläufer machte sich Kipp tatsächlich in sportlicher Laufkleidung als Erster einer VIP-Staffel auf den Weg im engen und steilen Treppenhaus nach oben. Abgelöst wurde er vom Sparkassenvorstand Martin Skaruppe, dem Rainer Ziplinski (Zippel’s Läuferwelt) und CAU-Mitarbeiterin Claudia Kratzenstein folgten. Am Ende war das Quartett erschöpft, aber zufrieden, die Strecke geschafft und zum guten Spendenergebnis beigetragen zu haben.

 „Dieser Lauf ist ein voller Erfolg“, freute sich der CAU-Präsident über die Unterstützung der Förde Sparkasse, die auch mit einem großen Betreuerteam vor Ort war. Er dankte zudem den Läufern, die sich für „ihre Landesuniversität“ engagiert hätten. Etwa ein Drittel der Sportler waren Hochschulmitarbeiter, ein weiteres Drittel Studierende und das restliche Drittel „Externe“, aus dem das Gros eine enge Bindung zur Universität hat.

 Zu ihnen gehörte Reinhard Möller. „Im 13. Stock des Hochhauses, das damals Juristenhochhaus genannt wurde, habe ich 1972 mein erstes juristisches Staatsexamen abgelegt“, erzählte der Kieler Rechtsanwalt. Damals habe er immer den Fahrstuhl benutzt, am Mittwoch habe er die Treppen im Zweistufenrhythmus bewältigen wollen. Im zehnten Stock seien die Beine aber zu schwer geworden. Dennoch habe er sich ganz nach oben gekämpft. „Das hat Spaß gemacht“, sagte er hinterher.

 Spaß hatte auch Carina Benneke – obwohl die CAU-Studierende mehr erwartet hatte. „Ich laufe gerne, es muss aber etwas Ungewöhnliches sein. Der Hochhauslauf ist lustig“, sagte sie und freute sich, die angepeilte Zeit unterboten zu haben. Christine Siegmund ist das Treppensteigen gewohnt. Die Lehrerin hat lange in einem Hochhaus in Kronshagen gewohnt und oft auf den Fahrstuhl verzichtet. „Der Hochhauslauf ist eine coole Idee“, sagte die Ottendorferin, die sich ihre Kräfte eingeteilt hat und die Strecke gut bewältigen konnte.

 Die Zuschauer konnten den Lauf, der von CAU-Sportzentrum-Geschäftsführer Bernd Lange moderiert wurde, im Foyer des Hochhauses dank der Liveübertragung des Offenen Kanals hautnah verfolgen. In der Einzelwertung der Frauen siegte Heidi Wehrmann (1:15,2 Minuten) vor Levke Walczak (1:16,4) und Wilma Huneke (1:27,4). Männersieger wurde Torben Herber (1:04,6) vor Christoph Schäfer (1:05,7) und Ron Hellriegel (1:06,6). Die Teamwertung gewann das Team „Projekt 59“ (0:59,34) vor „Keimsprung“ (0:59,64) und „AK Grotemeyer“ (1:00,51).

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Uni-Hochhauslauf
Foto: Martin Komainda biegt um die letzte Kurve. Gleich hat die Qual beim zweiten Hochhauslauf der Universität ein Ende.

Zwei Stufen auf einmal nehmen und das Treppengeländer benutzen: Auch die Sieger Florens von der Decken und Heidi Wehrmann nutzten diese beiden wertvollen Tipps am Mittwoch beim zweiten Hochhauslauf der Kieler Universität.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr