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Erster Meilenstein zum Zentralklinikum

Frauen- und Kinderklinik Erster Meilenstein zum Zentralklinikum

Nur eine provisorische Holztür am Ende des Ganges der Schwangerenstation trennt das Alte vom Neuen, trennt den wegen seiner Zimmeraussicht so genannten Fördeflügel der UKSH-Frauenklinik von diesem merkwürdigen Interimsbau, der gerade Container für Container und Wand an Wand zum alten, roten Klinkerbau entsteht.

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Links die neuen Container vor der alten Frauenklinik (rechts). Auf dem Foto (von links): Diplom-Ingenieur Markus Gottwald, Leiter Teilprojekt Frauenklinik in der ARGE-UKSH, Dipl.-Ing. Till Ebinger, BAM, Priv.-Doz. Dr. Gunnar Cario, stellvertretender Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie, UKSH Campus Kiel, Prof. Dr. Nicolai Maass, Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Prof. Dr. Jens Scholz, UKSH-Vorstandsvorsitzender, und Dipl.-Ing. Walter Kolar, Vamed. BAM und Vamed bilden

Quelle: Sven Janssen

Kiel. „Vorsicht!“, rief Dipl.-Ing. Markus Gottwald der ihm folgenden Gruppe aus Klinikärzten, Vertretern von Baufirmen und Journalisten zu, als er am Mittwochnachmittag die Holztür ins Freie öffnete. Ein Schritt nur, und der Projektleiter der ARGE-UKSH stand auf dem Dach des Containers, der am Freitag vergangener Woche als erster montiert worden war. Insgesamt 56 Module werden den dreigeschossigen Drei-Jahre-Übergangsbau der Frauenklinik bilden. Zwei Dutzend Module, anderthalb Geschosse, stehen bereits. Im Februar sollen hier die Patientinnen einziehen.

 Die künftigen Zimmer der Stationen sind fast fertig. Türen, Fenster, Heizkörper, die Toilette, die Mischhebel der Dusche, die Stange und sogar die Ringe für den Vorhang – alles da, ab Werk. „Man muss nur noch das Patientenbett reinschieben und den Fernseher montieren“, erklärte Gottwald. „Und im gesamten Gebäude müssen noch 150 Kilometer Kabel verzogen werden.“

 Das komplette Erdgeschoss wird die Neonatologie, die Früh- und Neugeborenen-Medizin belegen. Priv.-Doz. Dr. Gunnar Cario, stellvertretender Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie (Kinderheilkunde): „Für uns ist der große Vorteil, dass wir Tür an Tür mit der Geburtshilfe die Kinder von der Geburt bis zur Entlassung in der gleichen räumlichen Struktur durch das gleiche Team behandeln können.“

 Prof. Jens Scholz, der UKSH-Vorstandsvorsitzende, spricht angesichts des gewaltigen, bis 2020 dauernden Bauprozesses – immerhin das größte öffentlich-private Krankenhausprojekt in Europa, mit einer reinen Bausumme von 520 Millionen Euro – immer wieder von „Heilung“: zum Beispiel des Mangels an räumlicher Nähe der Kliniken für Gynäkologie und Pädiatrie, zwischen denen heute noch ein halber Campus liegt. Beide sollen bis 2018 in einem modernen Mutter-Kind-Zentrum vereint und in das neu entstehende Zentralklinikum integriert werden. „Dies alles geschieht im laufenden Betrieb“, sagte Gynäkologie-Direktor Prof. Nicolai Maass: „Damit wir dorthin kommen, ziehen wir eben zweimal um.“ Darum der Übergangsbau der Frauenklinik, den die beiden Vertreter des Immobilienpartners BAM/Vamed, die Dipl.-Ingenieure Till Ebinger und Walter Kolar, als den „ersten Meilenstein“ auf dem Weg zum Zentralklinikum bezeichneten.

 Wichtig für alle werdenden Väter, die ihre Partnerinnen an die Frauenklinik fahren wollen: Noch bis Ende Januar erfolgt die Anfahrt über die Feld- und Arnold-Heller-Straße zum Haupteingang der Frauenklinik. Sobald der Modulbau in Betrieb geht, erfolgt die Anfahrt von der Brunswiker über die Hegewischstraße – oben auf dem Hügel geht es nach rechts.

 Am Tag vor Heiligabend soll die Containerklinik stehen. Bis dahin werden die Schwertransporter noch am Düsternbrooker Weg nahe dem Landeshaus parken, und es wird – außer sonntags und montags – Verkehrsbehinderungen geben, sobald einer der Tieflader, von der Polizei begleitet, die Hegewischstraße ansteuert und verlässt.

 2018 hat die Containerklinik für das UKSH ausgedient. Bis Ende 2019 muss der Rückbau erfolgen. Dann gehen die Container in die Nachnutzung. Auch dafür gibt es einen Markt. „Vom Invest her deshalb unbedeutend“, antwortete Till Ebinger auf die Frage nach den Modul-Kosten.

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Ein Artikel von
Christian Trutschel
Lokalredaktion Kiel/SH

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