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Ganz langsam lockt das Ostufer

Ersti-Rundgang in Gaarden Ganz langsam lockt das Ostufer

Wohnen auf dem Ostufer – für Studierende ist das immer noch eher die Ausnahme. Doch nach und nach scheint sich das zu ändern. Das wurde beim „Ersti-Rundgang“ deutlich, den das Wirtschaftsbüro Gaarden organisiert hatte. So berichtet die Wohnungsgesellschaft Vonovia, dass das Interesse steige.

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Auch das Hochschauen zum Iltisbunker gehörte zum Rundgang durch Gaarden.

Quelle: Martin Geist

Kiel - Gaarden. „Das Ostufer wird besonders für junge Leute immer interessanter“, sagt Vonovia-Pressesprecher Max Niklas Gille. „Wir merken, dass das Interesse steigt und gerade viele Studenten eine Wohnung in Gaarden suchen.“ Was aus seiner Sicht nicht zuletzt daran liegt, dass in Gaarden „gerade ein lebendige Szene entsteht“. Und ebenso daran, dass die Vonovia ordentlich in ihre Immobilien investiert habe.

Dennoch sind Studenten, die auf dem Ostufer wohnen, derzeit noch Ausnahmen, was auch Kerstin Klostermann vom Studentenwerk Schleswig-Holstein bestätigt. Auf dem Campus der Fachhochschule in Dietrichsdorf betreibt die Einrichtung ein Wohnheim mit 97 Plätzen und einer Miete von etwas mehr als 200 Euro. Durchaus mit Erfolg, wie die Frau vom Studentenwerk betont. Zugleich gießt Klostermann jedoch Wasser in den Wein. Der Großteil der Studierenden möchte nach ihrer Erfahrung lieber auf dem Westufer wohnen, weil sich hier ihr Sozialleben abspielt.

An dieser Stelle setzt der Rundgang für die Erstsemester an, der letztlich am Image von Gaarden feilt. Die etwa 30 Teilnehmer konnten neben dem grandiosen Blick vom Sandkrug-Hochhaus auch das lebendige Treiben auf den Straßen und eine ganze Reihe von kreativen Hotspots erleben. Erstsemester Johannes Skroblin (22) sagte, es gefalle ihm in Gaarden recht gut. Negative Erfahrungen hat der  Student der Sozioökonomik noch keine gemacht, dafür jedoch reichlich positive Eindrücke über die vielen hübschen Häuser, die guten Einkaufsmöglichkeiten und die weitgehende Abwesenheit von Langeweile gesammelt.

Lehramtsstudent Jonte Buchholz bestätigt diese Einschätzung. Gaarden als Teil einer Großstadt findet er „eigentlich ganz normal“, und er könnte sich absolut vorstellen, dort hinzuziehen. Weil die meisten Clubs aber auf dem Westufer sind und die meisten Partys bei Kommilitonen ebenfalls dort stattfinden, schreckt er davor zurück. Abends und nachts seien die Busverbindungen einfach zu schlecht, bemängelt Buchholz, der eine Wohnung in der Nähe des Schrevenparks gefunden hat.

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