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Üben für den echten Job

Erstsemester-Projekt Üben für den echten Job

Daniel Düsentrieb wäre vermutlich hocherfreut zu sehen, wie die Erstsemester der Fachhochschule die Köpfe zusammenstecken, um an einer Lösung für den neuen „Sealander 680“ zu tüfteln. Denn die diesjährige Aufgabe beim FH-Erstsemesterprojekt „startIng!“ heißt: Entwicklung eines Antriebssystems.

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In 21 interdisziplinären Teams arbeiten Erstsemester der Fachhochschule Kiel eine Woche lang am Antriebssystem für das Nachfolgemodell des schwimmenden Wohnwagens "Sealander 360".

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Der Sealander ist ein schwimmender Wohnwagen, entwickelt vom Kieler Industriedesigners Daniel Straub. Bisher ist nur das kleinere Modell 360 auf dem Markt, das den 210 Erstsemestern aus acht FH-Bachelorstudiengängen der Fachbereiche Maschinenwesen sowie Informatik und Elektrotechnik für drei Tage als Anschauungsobjekt zur Verfügung steht. Die sechs besten Ergebnisse der einwöchigen Berufssimulation des Ingenieurberufs werden am Montag, 13. November, während der öffentlichen Abschlussveranstaltung präsentiert.

Es ist bereits das elfte Mal, dass sich FH-Neulinge mit einer realen Aufgabe von einem Projektpartner aus der freien Wirtschaft auseinandersetzen: „Theorie zum Anfassen“. In 21 interdisziplinären Teams arbeiten je zehn Studenten. Aufbauend auf den Erfahrungen des ersten etwa vier Meter langen Sealanders 360 wird derzeit ein größeres Modell entwickelt. Das Nachfolgemodell 680 für vier bis sechs Personen soll alle nötigen Ausstattungen eines vollwertigen modernen Wohnwagens von etwa 7,5 Metern Länge bieten und ebenso als motorbetriebenes Boot auch auf dem Wasser eingesetzt werden können. Dafür sollen die Studenten ein vollständiges Antriebskonzept entwickeln, mit Energiequelle und Energiewandlung.

Methodisches Vorgehen ist sowohl technisch als auch pädagogisch wichtig

Betreut werden die Teams jeweils von zwei Coaches aus höheren Semestern. Einer von ihnen ist der 27-jährige Hannes Schade, der für die fachliche Unterstützung zuständig ist, während die pädagogische Hilfe von Lena Dreesen kommt. Einer der beiden ist immer beim Team, bei der Übergabe sprechen sie sich ab. Denn methodisches Vorgehen ist sowohl technisch als auch pädagogisch wichtig und von späteren Arbeitgebern gefordert, weiß der pädagogisch-didaktische Koordinator Sven Lütt. Wo verschiedene Charaktere zusammenarbeiten, gebe es auch Konflikte, was gut sei. „Ohne Konflikte kommt man nicht an den Punkt, miteinander zu reden“, so Lütt, der damit unterstreicht, dass es später nicht nur um Fachwissen, sondern auch um soziale Kompetenz geht.

Öffentliche Präsentation: Montag, 13. November, ab 14 Uhr während der Abschlussveranstaltung im Audimax, Sokratesplatz 3 (Gebäude 18).

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