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Startschuss für Erweiterung

Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Startschuss für Erweiterung

Die Vorarbeiten für die Erweiterung des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben begonnen. Damit geht ein Bauprojekt an den Start, das mit einem Volumen von etwa 90 Millionen Euro zu den größten seiner Art in der bundesdeutschen Forschungslandschaft gehört.

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Die Gebäude 5 und 6 des Seefischmarktes werden abgerissen, um an der Wasserkante Platz für den repräsentativen Geomar-Neubau zu schaffen.

Quelle: Karin Jordt

Kiel. „Der Neubau ist ein äußeres Zeichen für einen innovativen Standort und einen Leuchtturm der Meereswissenschaft“, betont Geomar-Sprecher Andreas Villwock. Die Parkflächen wurden bereits geräumt. Mit den alten Zäunen und der Metalltreppe, die den Parkplatz und die Straße „Am Seefischmarkt“ verband, machte ein Bagger kurzen Prozess und rupfte die Elemente aus dem Boden wie Streichhölzer. Nun untersucht der Kampfmittelräumdienst das Wellingdorfer Gelände.

 Im ersten Bauabschnitt soll auf dem bisherigen Parkplatz neben dem heutigen Geomar-Hauptgebäude ein zentrales Lager für Bohrkernproben mit Parkpalette entstehen. „Im Herbst dieses Jahres geht es mit dem Hochbau los“, kündigt Villwock an. Wenn das neue Probenlager fertig ist, können die Behälter mit den weltweit über viele Jahre eingesammelten Sedimentkernen voraussichtlich im Frühjahr 2016 aus dem Altbau in die neuen Regale umziehen. Anschließend ist der Abriss der Gebäude fünf und sechs des Seefischmarktes geplant, um dort an der Schwentinemündung Platz für das neue Wahrzeichen der Meeresforschung zu schaffen. „Der Abriss wird ein halbes Jahr dauern“, schätzt Villwock, „weil die Gebäude schadstoffbelastet sind.“ Im September 2016 könne dann voraussichtlich der Bau des repräsentativen Zentrums, 27 Meter hoch, 128 Meter lang und 63 Meter breit, starten – mit Platz für 400 Mitarbeiter sowie eine öffentlich zugängliche Bibliothek, Laborbereiche, das Rechenzentrum, Büros und Konferenzräume.

 Basis des Neubaus wird, so die Pläne der Berliner Staab Architekten GmbH, ein Sockel mit unterschiedlich hohen Aufbauten und einer Fassade, die dreieckige Gestaltungselemente bekommen soll, die Segeln gleichen. An dem Gesamtvolumen von knapp 90 Millionen Euro – finanziert zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom Land – wird sich nichts ändern: „Wir sind hier nicht bei der Elbphilharmonie oder bei Wünsch-dir-was“, meint Villwock, „die Summe steht fest.“ Die Fertigstellung ist für 2019 geplant. „Den Termin möchten wir einhalten“, betont Silke Simon, Hauptabteilungsleiterin Technische Dienste bei Geomar. Die Nutzfläche des neuen Hauses betrage 15500 Quadratmeter auf fünf Etagen, erläutert die Bauingenieurin.

 Sobald das Gebäude fertig ist, können dann Mitarbeiter des Forschungszentrums aus den verschiedenen anderen Kieler Liegenschaften auf das Ostufer ziehen. Das Aquarium und die biologischen Experimentierräume werden jedoch auf dem Westufer bleiben. Geomar beschäftigt heute rund 900 Menschen in der Landeshauptstadt und gehört europaweit zu den führenden Einrichtungen der Meeresforschung.

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