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Der Neubau schwebt in Stückchen ein

FH Kiel Der Neubau schwebt in Stückchen ein

Das neue Seminargebäude auf dem Campus der Fachhochschule (FH) Kiel in der Luisenstraße gewinnt schnell an Konturen. Nach nur zwei Monaten Bauzeit für den Rohbau des Mitteltraktes aus Beton wurden am Mittwoch die ersten Module für die Seminarräume montiert. Dank dieser Modulbauweise soll das zweigeschossige, 2,7 Millionen Euro teure Haus bereits zum Wintersemester 2015/16 fertig sein.

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Am 220-Tonnen-Kran werden die einzelnen Module für die Seminarräume durch die Lüfte an ihre Plätze gehievt.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Auf dem Campus rund um die Hörsaalgebäude herrscht zurzeit Ausnahmezustand. Einige Parkzonen wurden gesperrt, damit die großen Lkw ihre bis zu acht Meter langen, 2,5 Meter breiten und 3,50 Meter hohen Teile sicher durch die engen Straßen des Hochschulgeländes manövrieren können. Ein 220-Tonnen-Kran hievt die insgesamt 32, in Halle vorgefertigten Module – eine Stahlrahmenkonstruktion mit Gibsfaserplatten – an die entsprechenden Stellen der Süd- beziehungsweise Nordseite des Mitteltraktes.

 Sind alle Module montiert, beginnen die Ausbauarbeiten. Klar, dass sich etliche der Studierenden und der Hochschulmitarbeiter das Spektakel interessiert anschauen.

 Immerhin werden sehr viele dort schon im Herbst ein- und ausgehen. In dem zweigeschossigen, barrierefreien Haus direkt neben dem Bunker, in dem das Computermuseum beheimatet ist, entstehen im Erdgeschoss vier 102 Quadratmeter große Seminarräume für jeweils 50 Studierende. In den beiden 155 Quadratmeter großen Räumen des Obergeschosses finden jeweils 80 Studierende Platz. In zwei weiteren Gruppenräumen (49 Quadratmeter) können jeweils 16 Studierende arbeiten. Im Mitteltrakt sind Eingangsbereich, Treppenhaus, Flure, Aufzüge und Toiletten untergebracht.

 Architektonisch gleicht sich der Neubau (entworfen von Martina Löwenstrom aus der FH-Bau- und Liegenschaftsabteilung) dem gegenüberliegenden Kleinen Hörsaalgebäude an. Die beiden Flügel mit den Seminarräumen werden zur Straßenseite hin rot verklinkert. Der Mitteltrakt wird verglast. FH-Präsident Professor Udo Beer, der zusammen mit Kanzler Klaus-Michel Heinze einen Blick auf die Bauarbeiten geworfen hat, freute sich über den Neubau mit auf die Studierendenzahlen, die sich seit Beginn des Lehrbetriebes Anfang der 1990er Jahre bis heute auf 6965 verdoppelt hat. Neue Seminarräume seien daher ein lang gehegter Wunsch der größten Fachhochschule Schleswig-Holsteins gewesen, hieß es.

 Wie Uwe Bothe, Leiter der FH-Bau- und Liegenschaftsabteilung, erläuterte, sei die Raumnot an der Hochschule so groß, dass bereits Seminar- und Gruppenräume auf dem benachbarten Kieler Ostuferhafen angemietet worden seien. Ein Containerdorf auf dem Campus sei angedacht worden, in der benötigten Größe aber nicht realisierbar gewesen.

 Da sich auch Überlegungen zerschlagen haben, die frühere Adolf-Reichwein-Schule im Oberdorf von Neumühlen-Dietrichsdorf zu nutzen, sei man jetzt froh, jetzt den Neubau in der Luisenstraße zu bekommen.

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