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Auf der Spur der Brandstifter

Fachhochschule Kiel Auf der Spur der Brandstifter

Auf dem Online-Portal www.die11.de experimentieren Studierende der FH Kiel, Fachbereich Medien, mit der multimedialen Darstellung journalistisch bearbeiteter Themen. Inhalt des neuesten Produkts ist die Brandserie auf dem Ostufer.

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Multimediales Projekt zu der Feuerserie auf dem Kieler Ostufer im Speziellen und Brandstiftungen im Allgemeinen (von links): Die Studierenden Marcel Lischke, Gino Laib und David Reimer sowie Prof. Jörn Radtke besprechen einen Projektbeitrag.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Viele Fragen standen am Anfang: Wer sind die Täter? Was richtet Feuer an? Wie geht es den Opfern nach so einem Erlebnis und was tun die Ermittler, um die Täter zu fassen? Und: Wie kann man die Antworten in eine Erzählform aus Videos, Reportagen und Porträts, Grafiken, Audio-Slideshows und verbindenden Textpassagen so verpacken, dass am Ende eine informative und interessante Geschichte herauskommt? Drei Studierende des Studiengangs Multimedia Production (MMP) und sieben Studierende der Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation haben sich unter der Leitung von Medienprofessor Jörn Radtke auf die Suche begeben, um all diese Fragen zu beantworten. Sie konnten zwar nicht alle Türen öffnen. Doch ihr Feature „Brandstiftung – Wenn aus einem Funken eine Katastrophe wird“ ist gut recherchiert und spannend erzählt.

 „Wir konnten leider nicht alles umsetzen“, erzählt der MMP-Studierende David Reimer (24). So hätten sie keinen Kontakt zu Brandstiftern bekommen, die verurteilt wurden und ihre Strafe bereits abgesessen hätten. Auch betroffene Stadtteilbewohner wollten sich nur anonym äußern. Gerne hätten die Studierenden zudem die Kripo zu deren Ermittlungsarbeit interviewt. Doch die habe mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen abgewinkt. „Es ist schade, dass die Polizei nicht mitgespielt hat und nicht selbst zu Wort gekommen ist“, sagt Jörn Radtke. Dazu sind andere gekommen, wie etwa die dreiköpfige Bürgerwehr, die auf dem Kieler Ostufer nachts auf eigene Faust auf Patrouille geht. Die Studierenden konnten die drei Männer, die alle auf dem Westufer leben, bei einer ihrer nächtlichen Ermittlungsfahrten im Privatauto begleiten.

 Spannend auch zu lesen, wie eine Frau, deren Wohnung im Albert-Schweitzer-Weg bei dem Brand am 13. Januar zerstört wurde, anschließend sehr lange in einer Ferienwohnung leben musste und dass sie noch heute unter den Folgen leidet. Eine Heilpraktikerin für Psychotherapie analysiert die traumatischen Erlebnisse der Opfer, ein Arzt und forensischer Gutachter beleuchtet die Motive der Täter. Darüber hinaus hat ein Studierendenteam die Arbeit der Berufsfeuerwehr Kiel zehn Stunden begleitet und in einem sechsminütigen Videoclip zusammengefasst.

 „Wir kennen nun die Facetten des Feuers und der Brandstiftung“, sagen die MMP-Studierenden am Ende ihres Semesterprojekts, bei dem sie viel über neue journalistische Formen des Erzählens im Netz gelernt hätten. Jetzt hoffen sie, dass der oder die Täter gefasst werden und es weiter ruhig bleibt.

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