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Kiel und Russland kommen sich näher

Fährverkehr Kiel und Russland kommen sich näher

Wenn es an der deutschen Ostseeküste um den Fährverkehr nach Russland geht, führt kein Weg an Kiel vorbei. Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt hat die längste Tradition im direkten Fährverkehr zwischen Deutschland und Russland.

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Die Fähre „Anna Karenina“ eröffnete am 15. Juli 1991 die erste Fährverbindung zwischen Deutschland und St. Petersburg, das damals noch Leningrad hieß.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Das 25-jährige Bestehen der Linie war jetzt Anlass für eine Vertiefung der Beziehungen. Bei der Feierstunde wurde nicht nur an die erste Fähre „Anna Karenina“ erinnert, es wurde auch ein Vertrag für die Zukunft unterzeichnet. Seit 2011 wird Ust-Luga zusammen mit St. Petersburg angelaufen. Der Hafen ist eine Drehscheibe für Güter am finnischen Meerbusen. Mit den Sanktionen nach der Besetzung der Krim brach der Verkehr aber ein. Auch die von der Reederei DFDS betriebene Linie Kiel-Ust-Luga-St. Petersburg wurde ausgedünnt.

Seit 2015 teilen sich DFDS und Finnlines eine Frachtfähre auf der Ust-Luga-Route. Jetzt aber zeichnet sich ein Wandel ab. Die Transportzahlen haben sich stabilisiert, und besonders der Import von Holz aus Russland nach Kiel steigt. Bei einem Hafenabend aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Fährlinie Kiel-St.Petersburg wurde eine Absichtserklärung über den Ausbau der Beziehungen nach Ust-Luga unterzeichnet. Zum Jubiläum hatten der Seehafen Kiel, die Reederei DFDS und die Firma CIS Cargo zu einem Hafenabend in St. Petersburg eingeladen. Die Absichtserklärung unterzeichneten Dirk Claus und Mikhail Talanenko, Direktor des Sea Commercial Port of Ust-Luga. Die Vereinbarung der Häfen sieht vor, den Warenaustausch auf der Route zu fördern und gemeinsame Marketingaktivitäten in Angriff zu nehmen.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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