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Kieler treten fürs Klima in die Pedale

Fahrrad-Wettbewerb Kieler treten fürs Klima in die Pedale

Die Landeshauptstadt Kiel beteiligt sich dieses Jahr erstmals am bundesweiten Wettbewerb Stadtradeln des Klimabündnisses. Das steht seit 25 Jahren für einen ganzheitlichen Ansatz im Klimaschutz. Und es werden noch Teams und Promis gesucht.

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Der Wettbewerb Stadtradeln soll auch für mehr Akzeptanz des Radverkehrs werben.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die Kommunen haben sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen vor Ort zu reduzieren. Mitglieder der Ratsversammlung, der Verwaltung, der Ortsbeiräte und alle Kieler sind eingeladen, drei Wochen kräftig in die Pedale zu treten und möglichst viele Fahrradkilometer beruflich sowie privat für Kiel und den Klimaschutz zu sammeln. Die Aktion findet vom 10. bis 30. September statt. Es werden noch Teilnehmer gesucht.

Das Organisationsteam hat bereits einige Teams für die Aktion begeistern können. „Wir suchen zudem Stadtradel-Stars, die Personen des öffentlichen Lebens sind, in den drei Wochen bewusst ihr Auto stehen lassen und nur mit Rad unterwegs sind“, sagte Kirsten Kock vom Klimabündnis Kiel. Gemeldet hat sich bereits Uni-Kanzler Frank Eisoldt, der mit gutem Beispiel voran radeln will. Kock hat auch andere Kieler Promis gefragt, wie Daniel Karasek, Generalintendant von den Kieler Bühnen, und den Präsidenten der Kieler Uni, Lutz Kipp. „Die können aber nicht versprechen, wegen ihrer Tätigkeiten nur mit dem Fahrrad unterwegs sein zu können“, sagte die Kieler Organisatorin. Voraussetzung für die Stadtradel-Stars ist, dass ein eigenes Auto vorhanden ist. Bus- und Zugfahrten sind erlaubt. Als Motivation erhält jeder Promi einen hochwertigen Fahrradcomputer, um die gefahrenen Kilometer genau ablesen zu können. Wer bundesweit die meisten Kilometer fährt, hat bei einer Verlosung die Chance auf ein wertvolles Fahrrad.

„Ich unterstütze die Aktion, weil Radeln Spaß macht und gut für Gesundheit sowie Umwelt ist“, sagte Geomar-Klimaexperte Mojib Latif, der Kapitän des Instituts ist. Der Team-Chef meldete seine Mannschaft auf der Internetseite an. „Täglich sollte die Truppe ihre geradelte Strecke nach bestem Wissen und Gewissen auf der Internetseite eintragen. Am Ende wird dann ein Durchschnittswert errechnet“, erklärte Kock. Radrennen sind ausgeschlossen.

Wo die Teilnehmer in die Pedale treten, ist egal, denn Klimaschutz endet an keiner Stadtgrenze. Auch wenn die Aktion bereits läuft, können sich Mannschaften noch anmelden. Pedelecs, die bei 25 km/h abriegeln, sind zugelassen, weil sie als Fahrräder im Sinne der Straßenverkehrsordnung gelten. Als Teams angemeldet haben sich bereits der BUND, der ADFC, die Christian-Albrechts-Universität, die Fachhochschule Kiel, das Gaardener Velo-Team, das Geomar, die Ratsversammlung, Liegerad Kiel, Nah.SH, die Stadtverwaltung und verschiedene Teams der Ortsbeiräte. „Wir freuen uns über die bereits hohe Resonanz und hoffen, dass es noch mehr Anmeldungen werden“, sagte Kock. Das siegreiche Team kann sich über eine wasserdichte Fahrradtasche im Stadtradel-Design freuen.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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