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Fahrradhochbügel sorgen für Unmut

Eichhofstraße Fahrradhochbügel sorgen für Unmut

In der Eichhofstraße hat die Stadt Kiel auf Teilbereichen der beidseitig der Fahrbahn verlaufenden Gehwege Fahrradhochbügel aufgestellt. Sie begrenzen die senkrecht zur Straße angelegten Parkflächen, schotten den Fußgängerbereich mit ab. Diese Lösung stößt allerdings auf Anwohnerseite nicht überall auf Zustimmung.

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Fahrradhochbügel begrenzen in der Eichhofstraße die Fahrzeugstellplätze zum Gehwegbereich hin.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel. Vor den nach Angaben der Stadt jeweils fünf Meter langen Fahrzeugstellplätzen verlaufen auf der Fahrbahn an beiden Seiten Fahrradschutzstreifen. Die Hochbügel auf den Gehwegen stehen mit der Längsseite parallel zur Heck- beziehungsweise zur Frontseite der geparkten Autos. Vor der Umgestaltung gab es keine Fahrradhochbügel auf den Gehwegen, die geparkten Fahrzeuge ragten teilweise weit in den Fußgängerbereich hinein. Als Teil der vom 17. August bis 1. Oktober durchgeführten Umbauten, ließ das Tiefbauamt am Einmündungsbereich Mühlenweg das auf südlicher Seite der Eichhofstraße vorhandene Fahrradwegteilstück rückbauen und den Fahrradschutzstreifen weiter durchziehen. Auf der gegenüberliegenden Seite setzt der Schutzstreifen nach den gepflasterten Parkbuchten an. Ziel der rund 100000 Euro teuren Umbaumaßnahme war es unter anderem, Fußgängern eine Gehwegbreite von 2,5 Metern zu sichern.

Nicht zufrieden ist Ralf Kretschmer, der in der Eichhofstraße eine Gärtnerei betreibt. „Als die Pläne im letzten Jahr vorgestellt wurden, waren an diesen Stellen keine Bügel erkennbar, sondern es gab Poller“, berichtete er beim Ortstermin. „Die Parkplätze sind jetzt viel zu kurz, die größeren Autos reichen bis auf die Schutzstreifen.“ Wenn an beiden Seiten der Bügel Fahrräder angeschlossen seien, hätten die Autos noch weniger Platz. „Es ist zudem ein Schildbürgerstreich, dass in Richtung Eckernförder Straße auf dem Stück vor dem Mühlenweg die Bordsteinkante um 30 Zentimeter in die Fahrbahn gerückt wurde, so verläuft der Fahrradschutzstreifen versetzt“, fuhr Kretschmer fort. „Die Straße ist enger, für den Begegnungsverkehr ist weniger Raum, das ist gefährlich für Radfahrer.“ Er fragte sich zudem, warum in Höhe Eichhofstraße 27 a wieder eine Auffahrt gepflastert wurde, denn die führe auf eine Hecke zu.

Die Pressestelle der Stadt teilte auf Nachfrage mit, aus Kostengründen seien Fahrradbügel statt Poller eingebaut worden. Aus dem selben Grund sei auf die vorgesehenen, jeweils mehrere Poller seitlich begrenzenden Bügel verzichtet worden. Außerdem sei der insgesamt mit Absperrelementen ausgestattete Bereich verkürzt worden, Beispiel sei der Bereich an der Bushaltestelle. Diese Maßnahme sei jedoch nur als Versuch zu verstehen und stehe unter Beobachtung. Sollte sich herausstellen, dass das Ziel, das Freihalten des Gehwegquerschnittes, nicht erreicht werde, müsse nachgebessert werden.

Zu dem Bereich an der Einmündung Mühlenweg erläuterte die Pressestelle, der alte Radweg sei hinter der Grünanlage geführt worden. Dieser Weg sei baulich zu schmal und unkomfortabel zu befahren gewesen, weil auf kurzer Strecke ein starker Richtungsversatz vorhanden gewesen sei und zusätzlich ein Bordstein mit Vorstand habe überfahren werden müssen.

Die neue Lösung sei für Radfahrende komfortabler und für alle Verkehrsteilnehmer übersichtlicher und damit sicherer. Es gebe viele positive Stimmen dazu. Zusätzlich habe die Grünanlage vergrößert werden können. Ein neuer Baum werde noch gepflanzt. Und zur Auffahrt in Höhe Eichhofstraße 27 a führte die Pressestelle aus, diese sei schon vorhanden gewesen, sei nicht neu angelegt worden. Das Haus 27a habe ein Anrecht auf eine Grundstückszufahrt.

Der Ortsbeirat Schreventeich/Hasseldieksdamm kündigte auf seiner jüngsten Sitzung an, das Thema erneut mit dem Tiefbauamt erörtern zu wollen.

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