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Für ein besseres Miteinander

Fahrradstraße Am Wohld Für ein besseres Miteinander

Das Miteinander von Verkehrsteilnehmern in der Fahrradstraße Am Wohld soll sicherer und konfliktfreier werden. Das wünschen sich besorgte Anwohner ebenso wie der Ortsbeirat Schreventeich/Hasseldieksdamm. Auf seiner jüngsten Sitzung in der Kreativwerkstatt „Musiculum“ sammelte er Lösungsvorschläge.

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In der Sackgasse demonstrierten (von links) Servicehaus-Leiter Uwe Schneider, die 87-jährige Gerda Rietz (Mieterin im Awo-Servicehaus), Ortsbeiratsmitglied Eberhard Stein und Passantin Jutta Timm, wie nah sich Fußgänger und Radfahrer manchmal kommen.

Quelle: Ingrid Haese

Hasseldieksdamm. Die Fahrradstraße Am Wohld endet für Autofahrer in Richtung Hofholzallee als Sackgasse. Ab Einmündung Im Waldwinkel sind beidseitig rechtwinklig zur Fahrbahn angeordnete Parkplätze vorhanden. Die Straße läuft abschüssig auf einen Gehweg zu, der um den Sackgassenbereich herumführt. An der Schnittstelle ist der Bordstein zum Gehweg abgesenkt, sodass Radler „nahtlos“ auf dem anschließenden für sie freigegebenen Gehweg geradeaus zur Hofholzallee gelangen können.

 Anlieger im Sackgassenbereich sind das Servicehaus der Arbeiterwohlfahrt (Awo), seine Tagespflegeeinrichtung, die Kindertagesstätte Hasseldieksdamm und die Erlöserkirche. Bereits im August hatten Servicehaus-Leiter Uwe Schneider und Kita-Leiterin Elke Heidemann auf Konfliktsituationen hingewiesen und von Beinahe-Zusammenstößen von schnellen Radfahrern und Fußgängern auf dem Gehweg gesprochen (wir berichteten). Ihre Sorge galt nicht allein den Fußgängern, sondern auch den Radlern, die in der Sackgasse beispielsweise durch ausparkende Autos gefährdet würden.

 Auf der Ortsbeiratssitzung machte Uwe Schneider deutlich, Am Wohld seien viele Leute unterwegs, die älter als 80 Jahre seien. Sie benutzten oft Rollatoren und bewegten sich langsam. Und nicht zuletzt gebe es die 120 kleinen Kinder, die täglich von ihren Eltern zur Kita gebracht würden.

 Ortsbeiratsmitglied Eberhard Stein (CDU) betonte, die Konfliktsituation könne so nicht bleiben. Allerdings sei es schwierig, eine Lösung für alle zu finden. Man könne zum Beispiel Sperren auf dem Gehweg aufzustellen, durch die die Radfahrer hindurch müssten und abgebremst würden. Andererseits habe man eine Fahrradstraße, auf der die Fahrradfahrer vorankommen sollten. Um auf die Fußgänger aufmerksam zu machen, könnte man Schilder aufstellen.

 Dörte Sell (SPD) regte an, zwischen beiden Servicehaus-Einrichtungen auf der Straße eine Schwelle, ein sogenanntes Berliner Kissen, einbauen. Autofahrer müssten vorsichtig fahren, Radfahrer würden langsamer und für sie würde die Situation entschärft. Dennys Bornhöft (FDP) schlug vor, einen kleinen Kreisverkehr in der Einmündung Im Waldwinkel einzurichten, um so die gefahrenen Geschwindigkeiten zu reduzieren.

 Dieter Sinhardt-Pallin (Grüne) führte aus, das Problem seien nicht nur die Radfahrer. Auch Eltern, die ihre Kinder zur Kita brächten, verhielten sich nicht richtig, führen mal links, mal rechts, kämen plötzlich mit den Autos aus den Lücken heraus. Zum Einbau einer Bremsschwelle, einem „Berliner Kissen“, sagte er, für einen sportlichen Radfahrer sei es eher eine Herausforderung darüber „zu kacheln“. „Helfen könnte eher eine optische Verengung, Linien auf der Straße mit einer Verengung in die Sackgasse hinein“, sagte Sinhardt-Pallin weiter. Gegen ein Berliner Kissen sprach sich Solveig Seelbach (CDU) aus: „Bei Schnee und Eis ist es nicht zu sehen, das ist gefährlich, könnte Radfahrer aus dem Tritt bringen.“

 Der Ortsbeirat strebt jetzt ein Treffen mit Vertretern des Tiefbauamtes vor Ort an und möchte die Problematik zudem mit dem Fahrradbeauftragten Uwe Redecker besprechen.

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