15 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Fahrten auf den Rathausturm abgesagt

Wanderfalkennachwuchs Fahrten auf den Rathausturm abgesagt

Die Stadt Kiel hat die Fahrten auf den Rathausturm zur Kieler Woche abgesagt. Grund ist ein Wanderfalkenpaar, das sich auf Höhe der Fahnenmasten eingenistet hat und dort jetzt sein Junges großzieht.

Voriger Artikel
Kieler Nachrichten bei Instagram
Nächster Artikel
Ein weiterer Meilenstein für den Segelstandort Kiel

Holger Weidmann liefert mit dem Foto den Beweis: Die Wanderfalken vom Rathausturm in Kiel haben Nachwuchs.

Quelle: Holger Weidmann

Kiel. Es gibt Nachwuchs im Rathaus. Ein Wanderfalkenpaar hat sich im Oberstübchen des Turmes eingenistet und zieht dort seit ein paar Wochen ein Junges groß. Die Besetzung des Nistkastens bleibt nicht ohne Folgen. Die Stadt Kiel hat die Fahrten auf den Rathausturm zur Kieler Woche abgesagt. Auch die Beflaggung fällt aus. „Der Schutz der Vögel ist wichtiger als die Öffnung. Das Vergnüngen muss zurückstehen“, sagte die Sprecherin Annette Wiese-Krukowska.

Der Wanderfalke steht wie der Turmfalke unter besonderem Schutz. „Er darf weder beim Eierlegen noch beim Brüten gestört werden“, sagt Holger Weidmann von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz. Diverse Hinweise hatten ihn am Freitag auf den Rathausturm getrieben, wo er das Paar beobachten konnte.

„Sie saß auf der Fahnenstange, er kam angeflogen, hat etwas ins Nest geworfen und ist wieder weg.“ Für Weidmann ein klares Zeichen, dass Brut vorhanden ist - und zwar schon etwas länger, da das Weibchen die Nahrung nicht mehr zerkleinert.

In der Tat zieht das Paar ein Junges auf. „Das ist sensationell“, so Weidmann. Zum einen seien Wanderfalken in Städten eher selten, zum anderen sei es ungewöhnlich aufgrund der zahlreichen Störungen auf dem Rathausturm. Der Wanderfalke sei ein Felsenbrüter und er meidet die Nähe zu Menschen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Petra Krause
Lokalredaktion Kiel/SH

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3