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Strandfahrten sind beliebt wie eh und je

Arbeiterwohlfahrt Strandfahrten sind beliebt wie eh und je

Was Personal und Konzept betrifft, tut sich bei den Strandfahrten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in den kommenden Sommerferien einiges. Mehr professionelles Personal soll die ehrenamtlichen Helfer unterstützen und die anspruchsvoller werdende pädagogische Arbeit mit den Kindern ermöglichen.

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Was für ein Sommervergnügen: Im Sommer 2012 ließen die Ferienkinder von Falckenstein viele bunte Luftballons steigen, um das 90-jährige Bestehen der Strandfahrten zu feiern.

Quelle: Martin Geist

Kiel. Einen Wechsel gibt es auch in der Leitung der traditionsreichen Sommerfreizeit am Falckensteiner Strand. Neben der 26-jährigen Sozialpädagogin Christin Jahn, die ihre Stelle vergangenes Jahr antrat, ist der 45-jährige Diplom-Pädagoge Michael Kruse frisch an Bord. Kruse ist in Niebüll aufgewachsen, war zuletzt in Berlin in der Erwachsenenarbeit beschäftigt, hat aber auch berufliche Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen.

Was die Hauptamtlichkeit betrifft, ist dieses auf anderthalb Vollzeitstellen verteilte Duo allerdings nicht ausreichend, glauben die Awo-Verantwortlichen. Benötigt werden aus ihrer Sicht möglichst vier weitere Kräfte, sodass eine Erzieherin oder ein Erzieher für drei Gruppen mit jeweils 21 Kindern und drei Ehrenamtlichen zuständig wäre. „Die Ehrenamtlichen werden dadurch bei der Bewältigung ihrer Betreuungsaufgabe verlässlich begleitet und gerade in Konflikt- und Krisensituationen unterstützt“, glaubt Irene Sebens, Geschäftsführerin des Kieler Kreisverbands der Awo.

Kontinuität für Beschäftigte

Das glaubt offenbar auch der städtische Jugendhilfeausschuss, der dem Sozialverband für die höheren Personalkosten zunächst für ein Jahr weitere 40000 Euro bewilligte, sodass der städtische Zuschuss nun bei gut 137000 Euro liegt. Das zusätzliche Personal will die Awo aus den Reihen ihrer eigenen Kräfte gewinnen und deren Stundenzahl entsprechend aufstocken. Vorteil dieser Lösung: Diese Beschäftigten könnten jeden Sommer eingesetzt werden, sodass große Kontinuität gewährleistet werden könnte.

1250 Teilnehmer sind geplant

Für den Kieler Nachwuchs, der seit mehr als 90 Jahren im Sommer nach Falckenstein pilgert, dürfte all dies jedoch erst einmal keine so große Rolle spielen. Die Sechs- bis 13-Jährigen hoffen wie immer auf gutes Wetter in den fünf Ferienwochen, die sich diesmal auf den Zeitraum vom 25. Juli bis 26. August erstrecken. Nachdem vor einem Jahr wegen der konzeptionellen Umstellung 250 Mädchen und Jungen weniger aufgenommen werden konnten als sonst, soll es jetzt wieder mit 1250 Teilnehmern in den Ferienspaß gehen. Und es deutet alles darauf hin, dass diese Obergrenze auch erreicht wird: Obwohl die Awo bisher kaum Öffentlichkeitsarbeit gemacht hat, ist bereits etwa ein Viertel der Plätze vergeben.

Helfer sind willkommen

Durchaus willkommen sind derweil noch ehrenamtliche Helfer ab 16 Jahren. „Gern gesehen sind Ältere mit Lebenserfahrung“, sagt Christin Jahn. Sie weist darauf hin, dass das Ehrenamt am Falckensteiner Strand auch als Praktikum für Schüler, Studenten und angehende Erzieher angerechnet werden kann.

Kostenmäßig schlägt eine Ferienwoche inklusive Verpflegung mit 66 Euro zu Buche. Wer Hartz IV oder andere Sozialleistungen erhält, muss nur 9 Euro zahlen.

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