22 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Zeugin berichtet von der Todes-Nacht

Fall Jenny Böken Zeugin berichtet von der Todes-Nacht

Unter welchen Umständen kam Jenny Böken in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2008 ums Leben? Bis heute ist nicht genau geklärt, was auf der „Gorch Fock“ geschah. Nun hat sich erstmals eine Kadettin geäußert, die damals mit an Bord war und zur selben Zeit wie Böken Wache hatte.

Voriger Artikel
Litfaßsäulen in Kiel werden abgebaut
Nächster Artikel
Flohmärkte haben jetzt ein Maskottchen

War Jenny Böken gesund genug für die Wache? Ihr Tod im Jahre 2008 gibt bis heute Rätsel auf.

Kiel. Sie habe „schätzungsweise zehn nach halb zwölf“ Schreie von Steuerbord gehört, berichtet sie in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Stern“. Nachdem das Kommando „Mann über Bord“ ausgelöst worden sei, wurden „die Segel in Trichterstellung gebracht, weil man so ein Boot nicht einfach anhalten kann. Haben gezogen an den Tampen, als gäb’s kein Morgen mehr.“ Schließlich habe es den Befehl gegeben, unter Deck zu gehen und zu schlafen. „Wir haben immer rausgeschaut durchs Bullauge und Angst gehabt, dass sie da vorbeischwimmt.“ Den Schilderungen der Kadettin zufolge gab es zunächst aber kaum Trauer unter der Besatzung. Erst als ein Militärpfarrer an Bord kam, heißt es im „Stern“, sei es zum Streit gekommen. „Da haben sich die Mädels gegenseitig beschuldigt: Als es passiert ist, warst du doch auch nicht traurig, da brauchst du auch nicht so zu tun. Das war ein Zickenkrieg.“ Kommende Woche sendet die ARD den Film „Tod einer Kadettin“ (5. April, 20.15 Uhr), der die Ereignisse an Bord fiktional aufarbeitet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

Events in Kiel

Veranstaltungen in Kiel
Aktuelle Termine, News, Infos.

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3