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Ein Kompass, der schnell Orientierung gibt

Familien-App Ein Kompass, der schnell Orientierung gibt

Ein großer Elternwunsch ist in Erfüllung gegangen: mit ein paar Klicks durch den Informations-Dschungel rasen, bis das gesuchte Angebot für Familien mit Kindern in Sekundenschnelle gefunden ist. Möglich macht dies die neue von Stadt und FH Kiel gemeinsam entwickelte kostenlose Familien-App.

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Versprechen eingelöst: Die App-Entwickler (von links) Prof. Marco Hardiman, Kristoffer Laib und Alexander Mäule stellten die Familien-App gemeinsam mit Bildungsdezernentin Renate Treutel vor.

Quelle: Björn Schaller

Kiel.  Ab sofort finden Väter und Mütter von null bis sechsjährigen Kindern dort Hilfestellungen für Freizeit, Notfälle, Beratung oder Betreuung.

 Etwa 14 Monate lang „bastelten“ sechs FH-Studierende unter Anleitung des Marketing-Professors Marco Hardiman an der App, die eigentlich schon im September fertig sein sollte. Grund für die Verzögerung ist laut Bildungsdezernentin Renate Treutel die unerwartet große Datenmenge der App: „Es gab in der Zusammenarbeit mit Eltern und pädagogischen Fachkräften noch sehr viele Nachbesserungswünsche, die technisch umgesetzt werden mussten.“

 So umfasst alleine die größte App-Kategorie „Angebote“ sieben elektronische Ordner von Freizeit, Kita-Betreuung über Alltagshilfe, Kurse, Kinderärzte bis hin zu Toiletten/Wickeltische inklusive der Ortsangaben auf einer Karte. Eine Suchfunktion mit Filtern soll den Eltern helfen, bei insgesamt rund 600 Angeboten – nicht nur städtische – den Überblick zu behalten.

 Ein wachsames Auge darauf wird allerdings auch den Anbietern abverlangt. Bei den größeren unter ihnen läuft die Angebotsaktualisierung durch direkten Zugriff auf ihre Datenbanken automatisch ab. Kleinere Anbieter werden per E-Mail zur Aktualisierung aufgefordert. „Wird der von uns vorgegebene Zeitraum dafür überschritten, fallen sie aus der App heraus“, erklärt Prof. Marco Hardiman.

 Zu weiteren App-Kategorien zählen Karten, Ansprechpartner für Notfälle oder allgemeinere Eltern-Infos von „A“ wie Adoption bis „Z“ wie Zähne putzen. „Insofern bildet die App einen Kompass, der bei der Orientierung einer riesigen Zahl von Angeboten in Kiel hilft. Und zwar schnell, einfach und übersichtlich“, betont Renate Treutel bei der Vorstellung der modellhaften App, die es in dieser Form in Deutschland noch nicht gebe.

 Dass sie in Kiel ihre Premiere erlebt, ist einer Bildungskonferenz mit Fachkräften und einem daran anschließenden Bildungsdialog mit Eltern vor einigen Jahren zu verdanken. Wichtigstes Ergebnis dabei: Die Angebote für Eltern und Kinder sind in der Landeshauptstadt zwar vielfältiger als erwartet, dafür aber auch entsprechend unübersichtlich – selbst für Fachleute. Daraus entstand die Idee einer App zur Sortierung inklusive Suchfunktionen.

 Die Bildungsdezernentin freute sich zwar „riesig“, dass sie ihr Versprechen einer Realisierung dieser Idee mit einem Investitionsvolumen von rund 40000 Euro nun einlösen konnte. Allerdings habe dies auch Begehrlichkeiten anderer Zielgruppen geweckt. Bevor aber künftig eine App für ältere Kinder ab sechs Jahren, Jugendliche oder Senioren entwickelt werde, müssten erst die Erfahrungen mit dem jetzt gestarteten Pilotprojekt gesammelt und ausgewertet werden. „Insofern kann die Ausweitung des Angebots noch einige Zeit dauern.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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