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Umfrage: Fernbusse kommen gut an

Kiel Umfrage: Fernbusse kommen gut an

Der Fernbus ist für viele Reisende zu einer echten Alternative zum Auto und zur Bahn geworden. „Attraktiv ist der Bus für Verbraucher, weil er ein preisgünstiges Verkehrsmittel ist“, sagt Julia Buchweitz von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

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Verbraucherschützerin Julia Buchweitz befragt am Kieler ZOB Fahrgäste zu ihren Erfahrungen im Fernbusverkehr.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Am Donnerstag informierte die Juristin ein- und aussteigende Fahrgäste am Kieler ZOB über ihre Rechte und befragte sie zu ihren Erfahrungen.  Die Verbraucherschützer erhoffen sich von der bundesweit durchgeführten Umfrage weitere Erkenntnisse über vorherrschende Mängel und Wünsche der Kunden auf dem sich rasant entwickelnden Fernbusmarkt. Auch heute stehen Buchweitz und ihre Kollegen mit Fragebögen und Broschüren zu den Fahrgastrechten noch einmal zwischen 8.30 Uhr und 12 Uhr am Kieler Busbahnhof unter der Gablenzbrücke sowie auf dem Bahnhofsvorplatz. Auch im Internet sammelt die Verbraucherzentrale Reaktionen ein.

Die bisherigen Rückmeldungen sind bereits sehr aufschlussreich gewesen, sagt Buchweitz: „Was uns beispielsweise gewundert hat, ist dass nur ein einziger Fahrgast angegeben hat, sich für den Bus als umweltfreundlicheres Verkehrsmittel im Vergleich zum Auto entschieden zu haben.“ Ebenfalls bemerkenswert: Die Kunden im Norden klagen nur über verhältnismäßig wenig Verspätungen. In der Regel informieren die Busunternehmen ihre Fahrgäste offenbar auch gut. Also nur rundum zufriedene Kunden? „Es sind Unannehmlichkeiten, etwa wenn das WLAN nicht funktioniert, die bei den Verbrauchern für Frustration sorgen“, sagt Buchweitz. Und auch defekte Bordtoiletten trüben ein wenig das Bild.

Interessiert an den Ergebnissen des großangelegten Stimmungsbildes dürften eigentlich auch die Busunternehmer sein. Jedoch ist man hier gar nicht glücklich über die Auswahl der Fragen: „Die Umfrage ist einseitig“, kritisiert Matthias Schröter vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer. „Die Fragen zielen in erster Linie auf Verspätungen ab.“ Auch seien recht „sinnlose Fragen“ dabei, etwa wie viele Kilometer der Busbahnhof von der Haustür entfernt liege.

Für Joachim Schack, Geschäftsführer beim Omnibus-Verband Nord (OVN) in Kiel, steht die hohe Kundenzufriedenheit ohnehin außer Frage: „Die Fahrgäste stimmen schließlich mit den Füßen ab – und der Markt wächst weiter.“

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Ein Artikel von
Thomas Paterjey
Lokalredaktion Kiel/SH

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