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Feuerwehr rettet Betrunkenen vom Eis

Schreventeich Feuerwehr rettet Betrunkenen vom Eis

Ein nächtlicher Einsatz auf dem Schreventeich hat die Feuerwehr massiv gefordert. Gegen vier Uhr in der Nacht zu Sonntag ging ein Notruf bei der Polizei ein, dass sich eine Person auf das Eis gewagt hätte und nun in der Mitte des zugefrorenen Gewässers stehe.

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Rettungsaktion im Schrevenpark: Ein Mann stand auf dem zugefrorenen Schreventeich.

Quelle: Tanja Köhler (Symbolfoto)

Kiel. Die Feuerwehr rückte sofort mit einem Löschzug an. Wie der Leitungsdienst mitteilte, reagierte der Mann nicht mehr auf eine Ansprache, sondern stand einfach in der Mitte herum. Einige Feuerwehrmänner zogen sich Überlebensanzüge an und gingen angeleint auf das dünne Eis. So retteten sie den Mann, der offensichtlich derart betrunken war, dass er sich nichtmal mehr artikulieren konnte.

Polizei und Feuerwehr raten davon ab, derzeit aufs Eis zu gehen. Hier weitere Tipps im Überblick:

Tipps der Feuerwehr

  • Niemals an den ersten Frosttagen das Eis betreten. Es braucht viel Zeit, um tragfest zu werden, besonders bei wechselnden Temperaturen.
  • Bei stehenden Gewässern sollte das Eis mindestens 15 Zentimeter stark sein, bei fließenden Gewässern mindestens 20 Zentimeter. Erwachsene sollten das Eis prüfen und Kinder über die Gefahren aufklären.
  • Niemals allein auf vereiste Gewässer gehen.
  • An Uferzonen wächst das Eis langsamer durch den Bewuchs von Sträuchern und Baumwurzeln. Wenn das Eis knackt und knistert, sollte es umgehend verlassen werden.

Wer doch eingebrochen ist, sollte…

  • … sich möglichst flach auf das Eis legen und in Bauch- oder Rückenlage mit ausgestreckten Armen versuchen, das Ufer zu erreichen. Bricht es weiter ein, mit Fäusten und Ellenbogen versuchen, einen Weg zum Ufer zu bahnen.
  • … versuchen, ruhig zu atmen und auf sich aufmerksam zu machen.
  • … die nasse Kleidung anbehalten, auch wenn das Ufer erreicht ist. Die vorhandene Körperwärme von etwa 37 Grad wärmt den Körper die erste Zeit weiterhin.
  • … sich möglichst flach liegend zur ärztlichen Behandlung fahren lassen, wenn noch kein Rettungsdienst eingetroffen ist.

Wer einen Verunglückten rettet, sollte…

  • … die eingebrochene Person beruhigen und unmittelbar über Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren.
  • … sich möglichst mit Hilfsmitteln wie Leitern, Bohlen oder Ästen in Bauchlage zum Verunglückten bewegen, um das Gewicht besser zu verteilen. Eigensicherung nicht vergessen!
  • … sich von weiteren Personen einen Rettungsring oder langes Seil in Richtung der Einbruchstelle werfen lassen. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage macht die Rettung leichter.
  • … die gerettete Person flach lagern, beruhigen und sie Arme und Beine nicht bewegen lassen. Auf Herzfunktion und Atmung achten, keinen Alkohol anbieten, höchstens warmes Wasser mit etwas Zucker.
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