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Ein Akrobatikfestival erfindet sich neu

Feuerwerk der Turnkunst Ein Akrobatikfestival erfindet sich neu

Das Konzept neu, die Show faszinierend, die turnerischen und akrobatischen Darbietungen atemberaubend: Imagine – das Feuerwerk der Turnkunst 2016 – begeisterte am Sonntag das Kieler Publikum in der ausverkauften Sparkassen Arena.

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Spektakuläre Akrobatik bot das Feuerwerk der Turnkunst am Sonntagabend in der ausverkauften Sparkassen-Arena, hier Rosa Tyyskä aus Finnland.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Ein Videokubus als Showbühne? Eine Live-Band? Eine überdimensionale, gläserne Wasserschale als Sportgerät? Fliegende Schakale? Das hat es bisher noch nicht gegeben. Zwar war noch nie ein Feuerwerk der Turnkunst wie das andere, doch diesmal kommt es in einem wirklich neuen Gewand daher und hält ungeahnte Überraschungen parat.

Im Grunde sind es die alten Turnsportarten, auf der auch diese Show aufgebaut ist. Gut, Seilspringen heißt heute Rope-Skipping und hat sich zu einer rasanten, spektakulären Angelegenheit weiterentwickelt, wie das ukrainische „Jump Rope“-Team beweist. Und das Rhönrad hat einen kleinen Bruder bekommen: den Cyr-Ring, in dem die finnische Akrobatin Rosa Tyyskä mit immer neuen Elementen über den Hallenboden rollte. Doch Rhythmische Sportgymnastik, Partnerakrobatik oder Boden- und Geräteturnen heißen immer noch so – allerdings lässt waghalsige Action schon manches Mal den Atem der Zuschauer stocken, oder es werden anmutig Geschichten erzählt, meistens Liebesgeschichten.

Spektakuläre Savannen-Jagd

Für die spektakulärsten Salti und Überschläge sorgten die Dänen von Totem Entertainment, die eine Savannen-Jagd veranstalteten; die präzisesten Sprünge zeigten die Männer der Troupe Yunnan, die durch Ringe sprangen, gleichzeitig, über- und untereinander, synchron und rückwärts. Am höchsten hinaus kam der Chinese Bo Li – und zwar an zwei sieben Meter langen Bambusstangen. Derweil zeigten Mitglieder des Showteams, dass sie nicht nur tanzen können, sondern auch an Barren und Schwebebalken durchaus eine gute Figur machen, die Dancefloor Destruction Crew ließ zwar den Tanzboden heil, zeigte trotzdem einen selten gesehenen Speed-Breakdance, Clown Tobias Wegner nutzte die Kameratechnik am Kubus für eine frappierende Ebenenverdrehung und für den Slapstick-Humor sorgte Herr Stanke bei dem Versuch, einen Teppich über einer Reckstange aufzuhängen, um ihn zu klopfen.

Das Kieler Publikum spendete viel Beifall, Zwischenapplaus und Bravo-Rufe. Der Applaus galt auch der Leistungsturnerriege vom SV Großhansdorf, die sich den Kasten für ihre Sprünge ausgewählt hatte und die als Lokalgruppe die Show in der Sparkassen Arena eröffnete.

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