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Die unentdeckten Seiten des Meeres in Kiel

Filmfestival Cinemare Die unentdeckten Seiten des Meeres in Kiel

Gelungener Auftakt vor vollen Reihen: Mit der Eröffnung des ersten Kieler Meeresfilmfestivals Cinemare am Donnerstag haben die Organisatoren um Till Dietsche „die Meere der Welt nach Kiel geholt“.

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Eröffnung mit göttlichem Beistand: Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Norbert Aust als Neptun und die Kuratoren Till Dietsche und Jan Sellmer (v.li.).

Quelle: Frank Peter

Kiel. Zum offiziellen Festivalstart verfolgten rund 150 Gäste die Weltpremiere des Films „Kieler Förde“ im Schifffahrtsmuseum, unter ihnen Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Museumsleiterin Doris Tillmann. „Es war fantastisch. Das war eine tolle Belohnung für ein so junges Festival“, sagte Kurator Dietsche. Noch bis Sonntag werden in sieben Spielstätten Filme aus 18 Ländern rund um das Meer gezeigt.

„Es ist ein Film, wie er mehr Kiel gar nicht sein kann“ sagte Dietsche über den Film des Regisseurs Karsten Wohlrab. Die 42-minütige Mare-TV-Produktion zeigt in intensiven Farben und Bildern die eher unbekannten Seiten rund um die Kieler Förde: Seemannsdiakonin Stefanie, die sich in der Seafarers Lounge um die kleinen und großen Sorgen der überwiegend asiatischen Crewmitglieder der Kreuzfahrtriesen kümmert – und gegen Heimweh kartonweise Instantnudeln bereithält. Oder der wohl seltene Blick hinter die Kulissen der sogenannten Lotsenkantine, in der Köchin Jutta Petersen als Lotsen-Stewardess im Kieler Leuchtturm zumeist deftige Mahlzeiten für die Lotsen zubereitet.

Euphorie nach Film und Festivalstart

Dass rund um die Förde viele Menschen mit Leidenschaft ihren Aufgaben nachgehen, zeigten auch die Aufnahmen aus der Seebadeanstalt Holtenau. Der Freundeskreis der Badeanstalt sorgt jedes Jahr zum Saisonbeginn mit einer gemeinschaftlichen Putzaktion dafür, dass auch rund 100 Jahre nach der Eröffnung noch alles glänzt. Immer vorne mit dabei ist die 76-jährige Organisatorin Käthe Baade. „Der Film ist wirklich toll geworden“, sagte die pensionierte Lehrerin nach der Premierenvorstellung. „Die Art und Weise der Umsetzung und wie er verschiedene Aspekte beleuchtet, das ist wunderbar.“ Sich selbst auf der Leinwand zu sehen, fand sie allerdings „nicht so schön“. „Aber die Idee, ein Meeresfilmfestival in Kiel zu machen, ist super. Es wird bestimmt ein voller Erfolg“, meinte Baade.

„Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen und sind gerade ziemlich euphorisch“, sagte Filmemacher Dietsche. „Es herrschte eine tolle Atmosphäre.“ Der gebürtige Kieler, der mittlerweile zwischen seiner Heimatstadt und Taiwan pendelt, ist überzeugt, dass das maritime Filmfest den Nerv der Menschen trifft. „Die Kieler kennen das Wasser, aber nicht in allen Facetten. Wir wollen den Leuten die Seiten zeigen, die sie nicht kennen.“ Er hoffe, dass sich das noch junge Festival etabliert und irgendwann nicht mehr aus der Stadt wegzudenken ist.

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Foto: Gerald Grothe, Festivalleiter des Green Screen, war am Dienstagabend vom Vorverkauf und dem Besucheransturm auf den Green-Screen-Ableger in Kiel begeistert.

Wissbegierig waren alle. Und Sitzfleisch brachten die rund 350 Besucher der 1. Kieler Nacht des Naturfilms ebenfalls mit. Ab 18 Uhr konnten sie sich im Studio Filmtheater fünf aus insgesamt 13 Filmen mit grünen Themen zusammenstellen und verfolgen.

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