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„Das richtige Leben im Stadtteil zeigen“

Filmprojekt Kiel-Mettenhof „Das richtige Leben im Stadtteil zeigen“

„Achtung Aufnahme“ heißt es ab sofort in Mettenhof: In den kommenden drei Monaten werden die Bürger über ihren Stadtteil einen oder mehrere kurze Filme drehen. Der Start des inklusiven Stadtteil-Filmprojekts „Wir sind Mettenhof“ der Gesellschaft für soziale Hilfen in Norddeutschland (GSHN) erfolgte im Bürgerhaus.

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„Achtung Aufnahme“: Auch Uwe Köhn (67) greift beim Filmprojekt in Mettenhof zur Kamera. Er will seinen Stadtteil zeigen, „um damit Vorurteilen über Mettenhof entgegenzuwirken“.

Quelle: Jennifer Ruske

Mettenhof. 20 Menschen kamen hier zusammen, die alle eins eint: das Interesse, die schönen Seiten von Mettenhof zu zeigen. „Filme zu drehen ist klasse“, findet John Schönherr (22), der schon ein paar Skatervideos erstellt und ein bisschen Ahnung vom Drehen hat. Wie man eine große Kamera bedient, wissen Magdalene Süffke (82) und Christa Eichler (81) hingegen noch nicht. Aber „das kriegen wir schon hin“, sind sich die beiden Damen sicher. Sie reizt es, die Spazierwege im Stadtteil oder die grünen Ecken zu beleuchten oder vielleicht das eigene Flohmarktteam im Awo-Servicehaus vorzustellen.

Sie wollen das richtige Leben zeigen

Das richtige Leben im Stadtteil zu zeigen, hat sich Uwe Köhn (67) vorgenommen, „um damit den Vorurteilen über Mettenhof entgegenzuwirken“. Das sind nur einige der vielen Ideen, die die große Gruppe – die sich aus filminteressierten Menschen von 19 bis 82 Jahren zusammensetzt – gleich am ersten Abend zusammengetragen hat. „Ausgesprochen super“ finden Projektleiterin Lena Draheim (GSHN) und Anita Kammerer vom Offenen Kanal Kiel (OKK) diese Vielfalt. „Damit schaffen wir es, Mettenhof aus ganz verschiedenen Blickwinkeln zu zeigen.“ Denn das ist die Intention des inklusiven Film-Projekts, bei dem die Ergebnisse später im Bürgerhaus und im Offenen Kanals Kiel gezeigt werden.

Damit aus den ersten Ideen am Ende auch ein Film wird, erklärt Anita Kammerer an dem Abend der Gruppe noch die verschiedenen Kameras. Nicht nur mit der ganz großen Kamera, die sonst im TV-Studio des OKK steht, lassen sich Bilder aufnehmen, auch mit einem Fotoapparat ist das heute möglich. „Angst vor der Technik braucht keiner zu haben“, versichert die Medienpädagogin, die das Filmprojekt begleitet. „Und wer nicht vor der Kamera stehen möchte, für den findet sich auch eine Aufgabe dahinter.“

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Stadtteil-Filmprojekt
Foto: An der Dokumentation über das Leben im Stadtteil können alle Interessierten mitwirken.

Es könnte ein Mettenhof-Krimi werden oder ein Liebesfilm, ein Sport-Streifen oder ein cooles Musikvideo, ein Interview, eine Umfrage oder eine Doku über das Leben in Mettenhof – oder einfach alles zusammen: Beim inklusiven Stadtteil-Filmprojekt sind keine Grenzen gesetzt.

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