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Freies Parken auch fürs Kieler Ehrenamt?

Flensburg macht's vor Freies Parken auch fürs Kieler Ehrenamt?

Ehrenamtler in Flensburg haben ab sofort ein landesweit einzigartiges Privileg: Sofern sie sich sozial oder karitativ engagieren, können sie im Stadtgebiet kostenlos parken. Auch in Kiel wird überlegt, ehrenamtliches Engagement durch kostenlose Parkausweise zu erleichtern.

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Im Rahmen eines Ehrenamtes dürfen künftig in Flensburg kostenlos öffentliche Parkplätze genutzt werden.

Quelle: Robert Seeberg

Kiel/Flensburg. Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Hans-Friedrich Traulsen, kündigte an, mit den Kieler Ehrenamtlichen zu diskutieren, ob sich das Modell auf Kiel übertragen lasse. Auch die CDU-Ratsfraktion ist nicht abgeneigt: „Wir werden die Idee in unserer Fraktionssitzung wohlwollend prüfen“, zeigt sich ihr Vorsitzender Stefan Kruber offen. Hingegen hält der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Ratsfraktion, Lutz Oschmann, „eher eine rabattierte oder kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für sinnvoll“.

Die Leiterin des "Nette Kieler"-Ehrenamtsbüros, Alexandra Hebestreit, ist von dem Modell begeistert: „Ich finde es klasse. Es ist eine großartige Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit und hat einen hohen praktischen Nutzen.“ Laut einem Sprecher der Stadt beschäftigt sich die Kieler Stadtverwaltung zurzeit nicht mit dem Thema, da es keine offizielle Initiative hierfür gibt.

Die Flensburger haben an ihrer Lösung über ein Jahr gefeilt. Und diese sieht so aus: Ehrenamtliche ab 18 Jahren, die sonst keine Aufwandsentschädigung für ihr ehrenamtliches Engagement erhalten, können bei der Stadt eine Ausnahmegenehmigung für kostenloses Parken beantragen. Hierfür müssen sie sich von dem Träger, bei dem sie ehrenamtlich arbeiten, bescheinigen lassen, an welchen Orten, zu welchen Tageszeiten und Wochentagen sie ehrenamtlich sozial oder karitativ tätig sind. Hintergrund ist, dass nicht jeder Ehrenamtliche an jeder Stelle jederzeit frei parken sollte, stellt Clemens Teschendorf, Sprecher der Stadt, klar. Für dieses Vorgehen musste die Stadt Flensburg zunächst den rechtlichen Rahmen schaffen und ein Budget von rund 2000 Euro zur Verfügung stellen.

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