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Massenschlägerei im Hof Hammer

Flüchtlinge in Kiel Massenschlägerei im Hof Hammer

Mit allen verfügbaren Streifenwagenbesatzungen musste die Polizei Kiel am Dienstagabend ab 19.30 Uhr eine Massenschlägerei in der Flüchtlingsunterkunft Hof Hammer auflösen. In der Kantine war es zu einer Auseinandersetzung zwischen etwa zehn syrisch-stämmigen Kurden und 15 Afghanen gekommen.

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Trubel im Hof Hammer: Insgesamt zehn Streifenwagenbesatzungen der Polizei Kiel und zwei der Bundespolizei waren im Einsatz, um die Massenschlägerei aufzulösen.

Quelle: dpa

Kiel. Wie die Polizei mitteilte, waren alle Beteiligten minderjährige Flüchtlinge. Ursache sind vermutlich schon länger schwelende Streitigkeiten zwischen den beiden Gruppen in der Einrichtung. Der Einsatz dauerte laut Polizei etwa zwei Stunden.

UKSH-Aufenthalt nach Kopfverletzung

Um die Lage zu beruhigen, waren die Besatzungen von zehn Streifenwagen der Kieler Polizei sowie zwei Streifenwagen der Bundespolizei erforderlich. Die Bundespolizei ist in Kiel eigentlich sonst nur im Bereich der Bahn- und Hafenanlagen im Einsatz und wurde hinzugerufen. Im Zuge der Auseinandersetzung wurde ein afghanischer Jugendlicher mit einem Stuhl geschlagen und soll eine Fraktur im Schulterbereich sowie eine Nasenbeinfraktur erlitten haben, heißt es weiter. Er wurde mit einem Rettungswagen ins Kieler Universitätsklinikum gebracht. Ein kurdischer Jugendlicher erhielt einen Schlag auf den Kopf, konnte aber nach ambulanter Behandlung durch den Rettungsdienst in der Unterbringung bleiben. Da weitere Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen zu befürchten waren, wurde durch die Stadt Kiel die Unterbringung von elf kurdischen Jugendlichen in einer Einrichtung in Kiel-Gaarden organisiert.

Während der Polizeieinsatz lief, gab es zeitgleich in Russee eine Informationsveranstaltung zur Unterbringung, bei der Vertreter der Polizei und der Stadt die Einrichtung, in der 120 Jugendliche untergebracht sind, lobten. Zuvor hatte es dort lediglich einen Zwischenfall gegeben.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Die Arbeiten an den Flüchtlingsunterkünften im Bereich Eiderkamp Flintbek laufen auf Hochtouren.

„145 Flüchtlinge sollen in diesem Jahr in Flintbek untergebracht werden. Wir sind in der glücklichen Lage, sie aufnehmen zu können“, betonte Bürgermeister Olaf Plambeck auf einem Informationsabend am Montag. „Rund zehn Tage vorher werden wir vom Kreis informiert, dann stehen die Asylsuchenden vor dem Rathaus.“

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