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Konkrete Pläne gibt es noch nicht

Flüchtlinge in Schilksee Konkrete Pläne gibt es noch nicht

Auf der Tagesordnung zur jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Schilksee stand das Thema Flüchtlinge gar nicht. Einige Bürger trugen es aber in die Runde und brachten mögliche Standorte für Unterkünfte in Schilksee in die Diskussion.

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Die Stadt prüft derzeit, wo sie in Schilksee möglicherweise Wohncontainer für Flüchtlinge aufstellen kann. Derweil wird im Stadtteil diskutiert, ob auch eine Unterbringung im Leerstand am Ankerplatz möglich ist.

Quelle: Ingrid Haese

Schilksee. Sie mahnten an, Anregungen und Kritik zu potenziellen Standorten im Vorfeld abgeben zu können. In Kiel leben (Stand 15. Oktober) 2174 Flüchtlinge, davon sind 1592 Neuzugänge, die im laufenden Jahr angekommen sind. Die Menschen haben an unterschiedlichen Orten eine Bleibe gefunden, 992 von ihnen leben in Gemeinschaftsunterkünften, 1128 in Wohnungen und 54 im Hotel. Weil weiterhin Unterkünfte benötigt werden, prüft die Stadt unter anderem, welche Standorte in Schilksee für Wohncontainer infrage kommen könnten. Auf der Ortsbeiratssitzung in der Begegnungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes erläuterte der Vorsitzende, Christoph Holst (CDU), der Ortsbeirat habe das Thema Flüchtlinge nicht auf der Tagesordnung, weil es noch nichts Konkretes zu berichten gebe. Ihn selbst, so Holst weiter, hätten zum Thema aber etliche E-Mails, Briefe und Anrufe erreicht.

 Ein Bürger merkte an, mit einer Flüchtlingsunterkunft in unmittelbarer Nähe müsse man mit einem Wertverlust des eigenen Hauses rechnen. Andere sprachen sich schon einmal gegen den Standort Parkplatz Gaffelweg aus. Als Unterkünfte beziehungsweise Standorte für Container schlugen Bürger die Vaasahalle, „städtische Leerstände“, das ehemalige Restaurant „Luzifer“ am Hafen, den ehemaligen Schlecker-Markt am Ankerplatz, die ehemalige Funkstelle und den Grünen Berg vor. Eine Bürgerin plädierte dafür, schlichte Häuser nach dem „Kieler Modell“ zu bauen.

 Antje Möller-Neustock (SPD) erläuterte, die Verwaltung suche überall im Stadtgebiet nach Unterbringungsmöglichkeiten. Sobald in Schilksee ein geeigneter Platz gefunden sei, werde sie die Bürger informieren. Holst regte an, gemeinsam zu überlegen, wo Flüchtlinge untergebracht werden könnten und wie das am verträglichsten für Flüchtlinge und Bürger gemacht werden könne.

 Im Vorfeld der Diskussion hatte der Ortsbeiratsvorsitzende ein Antwortschreiben von Stadtrat Gerwin Stöcken vom 8. Oktober verlesen. Darin hieß es unter anderem: „Ich habe großes Verständnis für die Sorgen der in unmittelbarer Umgebung wohnenden Bürgerinnen und Bürger. In diesen Zeiten werden wir aber nicht darum herumkommen, dass wir mit den Flüchtlingsunterkünften dichter an die Kielerinnen und Kieler heranrücken.“ Derzeit gebe es jedoch „keine Planung für den Gaffelweg“, hieß es in dem Papier.

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