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Kieler Tender ist seeklar

Flüchtlingseinsatz Kieler Tender ist seeklar

Der Tender „Werra“ ist seeklar für die Rettungsaktion im Mittelmeer. Nach fast zwei Wochen Ausrüstung erfolgte am Montag zum Abschluss die Übernahme von Munition in Jägersberg bei Laboe. Am Morgen war der 100 Meter lange Tender vom Tirpitzhafen mit Hilfe zweier Schlepper zur Pier des Munitionsdepots gebracht worden.

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 Der Tender „Werra“ ist seeklar für die Rettungsaktion von Flüchtlingen im Mittelmeer.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Am  Mittwoch soll Korvettenkapitän Stefan Klatt (46) mit seiner 66-köpfigen Crew vom Tirpitzhafen zur Mission Seenotrettung ins Mittelmeer aufbrechen. Dorthin unterwegs ist seit Montag bereits die Fregatte „Schleswig-Holstein“. Das Kampfschiff hat Wilhelmshaven am Morgen verlassen und Kurs auf den Englischen Kanal genommen.

Die „Schleswig-Holstein“ und die „Werra“ sollen ab Mitte Juni im Seegebiet südlich von Italien an der Rettungsaktion für Bootsflüchtlinge aus Nordafrika teilnehmen. Dort werden die beiden Einheiten die Fregatte „Hessen“ und den Versorger „Berlin“  ablösen, die seit Mitte Mai dort mehr als Tausend Flüchtlinge gerettet haben.

Die „Werra“ soll von Kiel aus zunächst nach Malaga fahren und dort von den beiden ablösenden Einheiten Ausrüstung übernehmen. Ab dem 12. Juni wird die „Werra“ dann aktiv in die Operation eingebunden und eine Position in dem Seegebiet südlich von Sizilien beziehen.  Die Stammbesatzung der „Werra“ wird durch Personal aus verschiedenen Bereichen der Bundeswehr verstärkt. So kommen Spezialisten des Seebataillon, der Feldjäger und aus dem Sanitätsdienst an Bord. 

Die 1993 in Flensburg gebaute „Werra“ hat für den Einsatz auch zusätzliche Schutzanzüge sowie Sanitäts- und Hygienematerial für Erwachsene und Kinder eingelagert. An Deck der „Werra“ sind zwei Speedboote für die Erstversorgung der Flüchtlingsboote untergebracht worden. Die zum Schluss übernommene Munition wird für den Selbstschutz benötigt. Die üblicherweise an Bord vorhandenen Werkstatt- und Ersatzteilcontainer für Minenabwehr- und Schnellboote wurden dafür komplett von Bord genommen. Der Einsatz der „Werra“ ist vorerst bis Ende September geplant.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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