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Sicherheitsmitarbeiter wurden geschult

Flüchtlingsunterkünfte Sicherheitsmitarbeiter wurden geschult

Warum sollte man syrischen Frauen nicht in die Augen schauen? Warum herrscht zu Ramadan in der Flüchtlingsunterkunft so eine angespannte Atmosphäre? Warum gibt man einigen Ausländern nicht die Hand? Diese und viele, viele weiter Fragen bekamen jetzt Mitarbeiter der Kieler Wach- und Sicherheitsgesellschaft bei einer Schulung beantwortet.

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Unter dem Titel „Interkulturelle Sensibilisierung“ wurden Mitarbeiter für die Arbeit in Flüchtlingsunterkünften fit gemacht.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Unter dem Titel „Interkulturelle Sensibilisierung“ wurden sie für die Arbeit in Flüchtlingsunterkünften fit gemacht. 

Deutschlandweit betreut die Kieler Firma mit 6300 Mitarbeitern etliche Flüchtlingsunterkünfte. „Dabei ist es wichtig, dass unsere Leute den sicheren Umgang mit verschiedenen ethnischen Gruppen beherrschen“, sagte Matthias Agel, stellvertretender Leiter personelle Dienstleistungen. Oberstes Ziel sei immer, deeskalierend zu handeln und Konflikte immer gewaltfrei zu lösen. Wenn man mehr über die Sitten und Gebräuche der fremden Länder wisse, könne man vieles bereits entschärfen. So sollten die KWS-Angestellten wissen, dass der Ramadan ein muslimischer Feiertag ist und die Menschen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen und trinken. „Das kann schon mal aggressiv machen“, so Matthias Agel.

Auch das Handgeben stamme bei uns aus dem Mittelalter und sollte damals nur zeigen, dass man nicht bewaffnet ist. In anderen Ländern ist die Hand aber unrein und wird nicht von anderen berührt. Und ist in Afrika der direkte Blickkontakt ein Zeichen von Vertrauen, so ist es im muslimischen Bereich bei Frauen eine Ehrverletzung. Während der achtstündigen Schulung im firmeninternen Haus der Sicherheit in Kiel wurde dem einen oder anderen Teilnehmer schnell bewusst, dass Unwissenheit für viele Missverständnisse sorgen kann.

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Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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