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Kieler Grüne und Flughafen-Fans streiten

Aktionstag in Holtenau Kieler Grüne und Flughafen-Fans streiten

Irritationen vor dem großen Aktionstag am Sonntag in Holtenau: Mit scharfen Worten haben sich die Kieler Grünen gegen den Vorwurf der „Interessengemeinschaft Flughafen Kiel“ gewehrt, Unwahrheiten zu verbreiten.

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Wie sieht die Zukunft des Flughafens Holtenau aus? Gegner und Befürworter fühlen sich beide von der Politik im Stich gelassen.

Quelle: Frank Behling

Holtenau. „Seit 30 Jahren befassen wir uns inhaltlich mit dem Flughafen und argumentieren ausschließlich mit harten Fakten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen am Freitag. Sie reagieren damit auf die offizielle Einladung der Interessengemeinschaft, in dem den Besuchern auf dem Flughafengelände Informationen unter dem Motto „Fakt statt Fake“ versprochen werden. „Wir nehmen es mit Genugtuung zur Kenntnis, dass Dr. Dirk Claus, der Geschäftsführer Seehafen Kiel GmbH, den Ton der Interessengemeinschaft als nicht angemessen ansieht.“

Claus hat sich intern von dem Seitenhieb distanziert

Nach Informationen der Kieler Nachrichten hat sich Claus tatsächlich in einem internen Schriftwechsel von dem verbalen Seitenhieb gegen die Grünen in der Einladung distanziert. Offiziell wollte er dies gestern aber nicht wiederholen. „Die Flughafen Kiel GmbH unterstützt den Aktionstag mit der Bereitstellung von Flächen sowie der Ausstellung von Feuerwehr- und Wintergeräten. Dazu werden Tower-Führungen angeboten“, ließ sich Claus zitieren, ohne auf den Streit näher einzugehen.

Interessengemeinschaft kritisiert auch andere Ratsfraktionen

Ein Dutzend Firmen und Vereine will am Sonntag über ihre Betriebe und Aktivitäten aufklären. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft erhoffen sich durch die Präsentation mehr Unterstützung aus Öffentlichkeit und Politik. In der Einladung machen sie „keinen Hehl mehr daraus, dass sie von SPD, CDU, SSW und FDP enttäuscht sind, weil außer gutgemeinten Worten keine aktiven Taten und konkrete, konstruktive Vorschläge zur Nutzung des Flughafengeländes vorgebracht wurden“. Deshalb wolle man „diesen konstruktiven Prozess“ jetzt selbst in die Hand nehmen.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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